Eine Gruppe von Investoren rund um den kalifornischen Bauunternehmer Ronald Tutor hat das Filmstudio um 660 Millionen Dollar (505 Millionen Euro) erstanden, teilte Disney am Freitag mit. Den Angaben zufolge beinhaltet der Verkauf die Rechte an mehr als 700 Filmtiteln sowie bestimmte Bücher, Entwicklungsprojekte und den Namen „Miramax“.
„Obwohl wir sehr stolz auf die herausragenden Leistungen von Miramax sind, sieht unsere aktuelle Strategie vor, uns auf die Entwicklung großartiger Filme unter unseren Marken Disney, Pixar und Marvel zu konzentrieren“, begründete Disney-Konzernchef Robert Iger den Verkauf.
Um das Geschäft stemmen zu können, hat sich Tutor mit dem Finanzinvestor Colony Capital und anderen Geldgebern zusammengetan. „Ich bin hocherfreut und fühle mich geehrt, die Miramax-Filmbibliothek zu übernehmen“, sagte Tutor. Er hatte sich in den vergangenen Wochen als Sieger eines Bieterwettstreits herauskristallisiert. Disney hatte zuvor mit den Gründern Harvey und Bob Weinstein verhandelt. Die Gespräche waren aber an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.
Von Miramax stammen Hollywood-Blockbuster wie „Der englische Patient“, „Pulp Fiction“ oder „Chicago“. Die erfolgreichste Produktion „Chicago“ spielte weltweit 306 Millionen Dollar ein und brachte Miramax sogar den „Oscar“ für den besten Film 2002.
„Soziale“ Online-Spiele
Disney geht auch abseits der Filmbranche neue Wege und hat diese Woche für eine halbe Milliarde Dollar das Unternehmen Playdom übernommen – einen der größten Spieleentwickler für Social Games. Playdom ist in zweieinhalb Jahren zu einer Größe in der Welt der Online-Spiele aufgestiegen mit Titeln wie „Social City“, „Sorority Life“, oder „Bola“, die geschätzte 42 Millionen Menschen jeden Monat nutzen. Angedockt sind die Spiele an Soziale Netzwerke wie Facebook und MySpace, in der Branche spricht man daher von „Social Games“.
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