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Währungsfonds sieht Aufschwung in der US-Wirtschaft gefährdet

WASHINGTON/TOKIO. Der Aufschwung in den USA ist nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Gefahr. Die expansive Finanz- und Geldpolitik habe die größte Volkswirtschaft der Welt zwar aus der tiefsten Krise seit Jahrzehnten geführt, nun falle die Erholung aber nur moderat aus, heißt es im gestern veröffentlichten Länderbericht des IWF.

Die Binnennachfrage sei schwach und der Arbeitsmarkt entwickle sich schleppend. Als große Gefahr nennt der IWF einen weiteren Einbruch auf dem US-Immobilienmarkt und Auswirkungen neuer Probleme auf ausländischen Finanzmärkten.

Dabei sind die Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft aus europäischer Sicht nicht schlecht. Der IWF erwartet in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,3 Prozent und im kommenden Jahr um 2,9 Prozent.

Das Wachstum sei aber immer noch von Hilfen der Politik abhängig und gerate zunehmend unter Wolken, heißt es in dem Bericht. Schuldenabbau und die Reformen im Finanzsektor seien die größten Herausforderungen für das Land.

Der IWF rät den USA dringend, die Staatsfinanzen auf einen soliden Pfad zurückzuführen und dabei über den von der Regierung in Washington geplanten Defizitabbau noch hinauszugehen.

Starker Yen bremst Japan

Japans Industrie ist im Juni wegen des stärkeren Yen und der schwächeren Nachfrage aus dem Ausland unter Druck gekommen. Die Unternehmen schränkten ihre Produktion um 1,5 Prozent ein, so stark wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr.

Das wird als Zeichen dafür gesehen, dass die Konjunkturerholung an Tempo verliert. Zunehmend werden Forderungen laut, die Notenbank sollte mit ihrer Geldpolitik der in einer Deflation gefangenen Wirtschaft aus der Krise helfen.

Eine Gruppe von Abgeordneten der regierenden Demokratischen Partei sprach sich für ein Inflationsziel von zwei bis drei Prozent aus. Außerdem sollte das Notenbankgesetz so geändert werden, dass neben der Preisstabilität auch Vollbeschäftigung als Ziel gilt.

Derzeit kämpft Japan mit hartnäckig fallenden Preisen. Im Juni sanken die Lebenshaltungskosten um ein Prozent und damit nicht so stark wie im Mai. Dennoch ist es bereits der 16. Preisrückgang in Folge.

Neben der Deflation kämpft Japans Wirtschaft auch mit der Stärke der Landeswährung Yen. Derzeit notiert die Währung in der Nähe ihres 14-Jahres-Hochs. Das bekommt vor allem die traditionell exportorientierte Industrie zu spüren.

Kommentare
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Artikel 31. Juli 2010 - 00:04 Uhr
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Risikofaktor Immobilien  Bild: epa

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