Die sinkende Investitionslust der Unternehmen hat sich in der Möbelindustrie bereits 2009 deutlich gezeigt. Die Produktion von Büromöbeln sank in Österreich um 27 Prozent auf 248 Millionen Euro. Der Export brach in dieser Sparte noch ein wenig stärker ein, um ein Drittel auf 97 Millionen Euro. Es zeichnet sich bisher nur eine leichte Belebung ab. Erst 2011 rechnet die Sparte mit einer echten Erholung.
Derselbe Trend gilt verschärft für die Erzeuger von Sitzmöbeln bzw. Teilen dafür. Auch sie gehen stark in die Objektausstattung. Die Produktion sank um 37 Prozent auf 267 Millionen Euro, der Export ging um 20 Prozent zurück.
Wohnmöbel gefragt
Dagegen liegen die Ausstatter von Wohnraum weiterhin gut, weil die Menschen ihr Erspartes mangels Ertrag investieren. Das hat im Vorjahr dazu geführt, dass die Produktion der Küchenmöbelerzeuger um 2,4 Prozent auf 254 Millionen Euro stieg (der Export sank dagegen leicht, ist aber mit 41 Millionen Euro nicht so wichtig wie bei anderen Einrichtungsgegenständen). Der Produktionswert der Wohnmöbel (Schlaf-, Ess-, Wohnzimmermöbel) stieg sogar um 5,2 Prozent auf 343 Millionen.
Mehr Import aus China
Eine Nische entwickelte sich besonders gut: Gartenmöbel mit plus 27 Prozent auf drei Millionen Euro (Badezimmermöbel dagegen minus 18 Prozent auf 21 Millionen).
Österreich importiert mehr Möbel, als es ausführt. Das Minus in der Handelsbilanz ist von 200 auf 310 Millionen Euro gewachsen. Dazu hat maßgeblich der steigende Import aus Asien beigetragen: plus elf Prozent auf 142 Millionen Euro, davon 106 Millionen aus China. Auch in der Möbelindustrie gewinnt Billigware Marktanteile.
Die privaten Konsumenten griffen in Summe stark zu Inlandsware. Das Importvolumen bei Wohnmöbeln sank um fünf Prozent auf 468 Millionen Euro (gegenüber 140 Millionen Inlandsware). Bei Küchen stieg der Importwert um fünf Prozent auf 134 Millionen (Inlandsware 212 Millionen). Bei Sitzmöbeln gab es ein Importminus von elf Prozent auf 508 Millionen, im Ladenbau von fünf auf 235 Millionen. (le)
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