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Budgetdefizite werden Sozialstaat zum Problem

WIEN. Österreich nahm beim Vergleich der Bruttoinlandsprodukte (BIP) pro Kopf 2009 den vierten Platz in der EU ein. Das steigende Budgetdefizit wird aber in Österreich wie in anderen EU-Staaten zunehmend zum Problem.

Hohe Staatsschulden werden vor allem kleine Leute treffen, sagt der Wirtschaftsforscher Markus Marterbauer. Zu der krisenbedingt höheren Arbeitslosigkeit komme nun der Staat hinzu, der bei seinen Sozialausgaben sparen müsse.

Hohe Budgetdefizite, die das Wirtschaftswachstum bremsen, könnten auch Irland zum Problem werden. Irland war 2009 laut Eurostat das zweitreichste Land, gemessen am Pro-Kopf-BIP in Kaufkraft. „Irland hat in den vergangenen Jahren extrem aufgeholt“, sagt Wifo-Konjunkturexperte Marcus Scheiblecker im OÖN-Gespräch.

Große Teile des irischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften allerdings ausländische Unternehmen, vor allem aus den USA. „Deshalb hängt die Zukunft Irlands auch von der wirtschaftlichen Erholung der Vereinigten Staaten ab“, sagt Scheiblecker.

Auch das krisengeschüttelte Griechenland könnte in der Wohlstandsliste zurückfallen. Schon vergangenes Jahr war es beim Pro-Kopf-BIP nur an 16. Stelle der 27 EU-Staaten.

Ein überraschendes Ergebnis bringt ein Vergleich der Wirtschaftsleistung der ärmsten EU-Länder mit den Beitrittskandidaten: Kroatien lag mit 64 Prozent der EU-Wirtschaftsleistung vor Ungarn (63 Prozent) und Polen (61). Die Türkei ist mit 46 Prozent des EU-BIP pro Kopf reicher als Rumänien (45 Prozent) und Bulgarien (41 Prozent). (bw)

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Tja, Österreich gehört zwar zu den reichsten... · von Aguti (95) · 26.06.2010 12:25 Uhr

aber trotzdem wird hunderten von Menschen jährlich der Strom abgestellt, weil sie die Energiekosten nicht bezahlen können...Da kann dann wohl mit der Verteilung des Reichtums irgendwas nicht stimmen...

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Gute und schlechte Seiten · von Wirtschaftsrechner (743) · 22.06.2010 13:04 Uhr

Einerseits:
Ist dadurch zu hoffen, dass der überbordenden Sozialindustrie mit ihren Gaunereien, welche für die angeblich Begünstigten manchmal auch Leid zur Folge haben (Erbschleicherei und Pfelegelddiebstahl in der Altenbetreuung, Schlepperunwesen bei Asylwerbern, ...) und dem Steuerzahler österreichweit jährlich Milliarden für nichts und wieder nichts, als "A-Posten" für geistig minderbemittelte, weltanschaulich berbrämte heimliche Arbeitslose, kosten, Einhalt geboten wird.

Andererseits:
Ist zu befürchten, dass bei notwendigen Dingen wie Altenbetreuung, Gesundheitsversorgung, Schulen, die was heißen usw. vorher gespart wird, bevor die heissen Eisen der politisch bei Rot und Schwarz gut eingemauschelten Sozialfirmen (Caritas, Volkshilfe, ProMente, Exit sozial, TAF, Tagesmütter Kremstal, ...) der Rotstift für ihre nicht verifizierten Scheinleistungen angestezt wird.

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Wenn man sich das ständige Gejammer anhört... · von vicious (550) · 22.06.2010 10:49 Uhr

...könnte man glauben wir sind das viertÄRMSTE Land der Welt. Aber für den Österreicher ist halt immer noch am wichtigsten dass er schimpfen und jammern darf - egal ob mit oder ohne Grund.

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Artikel 22. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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Bild: Wodicka

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