Das Erdöl reiche noch 40 Jahre, verkündet BP im Energieausblick. Der Chef des italienischen Ölmultis Eni sagte 2009 sogar „100 Jahre“. Die Ölbranche hat sich jahrelang darin übertroffen, Tausende Milliarden Barrel von Reserven zu verkünden. Das stärkte ihre Aktienkurse.
Nun zeigt sich, dass die rund 3600 Milliarden Barrel, die unter Tiefseeboden lagern sollen, nicht so einfach zu heben sein werden. Auch bei den angeblich unerschöpflichen Ölsanden könnte der Umweltschutz dazwischenfunken. In Westkanada wird die großflächige Naturzerstörung noch toleriert. Das Versagen von BP im Golf von Mexiko hat offensichtlich das Wohlwollen gedämpft, mit dem Politiker wie Barack Obama zuletzt noch Bohrrechte verteilt haben.
Nur die anhaltende Wirtschaftskrise dürfte derzeit ein Abheben des Ölpreises verhindern. Alle anderen Vorzeichen stünden darauf, dass wir bald wieder den Rekordpreis von Juli 2008, 147 US-Dollar je Barrel, sehen werden. Die Deutsche Bank hat verkündet, der Preis werde für den Fall des „Peak Oil“ auf 175 Dollar steigen.
Das ist jener Punkt, ab dem die weltweite Förderspitze erreicht sein wird, weil die ergiebigsten Felder erschöpft sein werden. Die IEA konstatierte schon 2008, dass die Produktion bei 580 der 800 wichtigsten Felder der Welt sinke. „Peak Oil“ könnte schon um das Jahr 2012 erreicht sein. Die IEA tippt auf 2020.
Öldurst in Dritter Welt
Gleichzeitig wird der Tagesbedarf an Rohöl von derzeit 85 Millionen Barrel am Tag auf rund 115 im Jahr 2035 steigen. Das behaupten Experten aufgrund des wachsenden Lebensstandards und der Motorisierung in den Schwellenländern Asiens, Südamerikas und Afrikas.
Die US-Energiebehörde geht davon aus, dass die Ölproduktion bis 2015 auf knapp 90 und bis 2025 auf knapp 100 Millionen Barrel gesteigert werden kann. Seit dem Golfdebakel ist das sehr in Frage zu stellen. Nur der Irak kann nach dem Krieg seine Produktion deutlich ausweiten. Sie soll von drei auf zwölf Millionen Barrel täglich im Jahr 2017 steigen, hat Bagdad am Montag verkündet.
Trotzdem: „Die Zeit des billigen Öls ist vorbei“, hat Fatih Birol, Chefökonom der IEA, festgestellt. Viele Alternativen werden rentabel, allerdings auch Ölvorkommen, die derzeit noch nicht förderwürdig sind.
In der Ölkrise 1973 behauptete niemand das sich die Reserven erschöpft hatten. Das ganze war ein rein politisches Problem!!!!
Und die Tatsache das Öl ein letzten Endes begrentzter Rohstoff ist, bringt die Erkenntniss das man irgenwann ein Fördermaximum erreichen wird.
Dabei gibt es zum Zeitpunkt des Fördermaximus noch sehr viel Öl im Boden. Bloss lässt sich nicht alles aufeinmal "heben", dadruch sinkt dann die jährliche Fördermenge. Und da Energie der in Wahrheit wichtigste "Rohstoff" unserer Zivilisation ist, und Erdöl unser wichtigster Energielieferant kann die Weltwirtschaft gesamt danach nicht mehr wachsen. Sie muss dann Schrumpfen und sich den neuen Förderquopten anpassen. zb.: Kein Wirtschftswachstum=weniger Autos auf den Strassen=weniger Tankstellen=weniger Mechankiker..usw..=viele Arbeitslose & grosse Armut.
Und noch was zum nachdenken.
Da unsere Wirtschaft !!exponentiell!! wächst, verbrauchen wir in den Jahren 2000-2020 MEHR Rohöl als in den Jahren 1900-2000. =ein Fakt LG
schmäh schon !
sollten uns einmal überlegen - jeder für sich und dann gemeinsam - wie wir unser energieproblem, falls wir überhaupt eines haben, in griff bekommen ...
sicher nicht damit, tagtäglich den öl-konzernen und dem staat (steuern) die taschen zu füllen !
bereits im jahr 73 - beim ersten ölschockschmäh - wollten uns die multis erklären, daß in 30 jahren die vorräte erschöpft sind. nun, fast 40 jahre später, ist noch immer genug öl da - auch für die nächsten 100 jahre, wie seriöse quellen berichten.
es geht wie immer nur ums geld und um gewinne.....wir dürfens ausbaden.
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