Fast alle namhaften internationalen Banken haben in den stark überhitzten Markt für Gewerbeimmobilien investiert. Wegen der Wirtschaftskrise sinken nun die Werte von Einkaufszentren oder Bürogebäuden. Mieten fallen aus, Leerstandsraten steigen, Kredite können nicht zurückgezahlt oder refinanziert werden. Im April schockierten Immobilienfonds der US-Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs und der Deutschen Bank mit Milliardenverlusten.
Alleine in den USA sind wegen des Einbruchs des Marktes um 40 Prozent in den nächsten Jahren Gewerbeimmobilienkredite von bis zu 1,4 Billionen Dollar ausfallgefährdet, schätzen Experten. Die geplatzte Immobilienblase auf dem US-Häusermarkt hatte 2008 die Finanzkrise ausgelöst.
Österreichs Banken ruhig
Der Wirtschaftsforscher Franz Hahn kritisiert, dass bei vielen Projekten „auf zukünftige Entwicklungen finanziert“ wurde. Es wurden höhere Kredite vergeben, als die Immobilie zunächst wert war.
Die österreichischen Banken geben sich entspannt. Sie sind kaum in den USA engagiert, sondern großteils in Österreich und auch in Osteuropa. „In der Tat gibt es in einzelnen Märkten und Segmenten weiter eine Überhitzung und einen Korrekturbedarf“, sagt Gregor Bitschnau, Sprecher der Raiffeisen Zentralbank (RZB). In Märkten, in denen die RZB-Gruppe tätig ist, sei die Abwärtsentwicklung aber beendet.
Gewerbeimmobilien machen 18 Prozent des Kreditportfolios aus. Zwei Fonds der Raiffeisen Capital Management sind mit 340 Millionen Euro engagiert.
Bei der Erste Group entfallen bei Gesamt-Ausleihungen von 130 Milliarden Euro 18 Milliarden auf gewerbliche Immobilienprojekte. Bei den Risikovorsorgen sind es 340 Millionen von insgesamt zwei Milliarden. Die Erste sei mit der Streuung ihrer Immobilienprojekte sehr zufrieden und sehe keine Verschlechterung der Portfolioqualität, sagt Sprecher Michael Mauritz.
Ähnlich die Bank Austria: In Österreich und Deutschland erwarte man keine großen Abschreibungen. In Osteuropa scheine der Abwertungszyklus zu einem Ende zu kommen. Offene Fonds der Bank Austria Real Invest haben 400 Millionen Euro in Gewerbeimmobilien gesteckt.
Das kommerzielle Immobiliengeschäft der Bawag/PSK hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro – zehn Prozent des Firmenkundengeschäfts. Die Finanzierungen und der Markt in Österreich würden sich sehr stabil entwickeln, so die Bawag.
Die "Banker" spekulieren und mancher Deal geht daneben. Man kann ja gleich die Zinsen anheben, sich irgendeine Gebühr einfallen lassen und alles ist wieder paletti.
Warum werden die verehrten Bankdirektoren nicht zur Rechenschaft gezogen, gepfändet bis zum St. Nimmerleinstag, wie es jedem Geschäftsmann ergeht, der PLEITE macht.
Aber die Justiz ist, speziell in Österreich, nicht unabhängig, da muss sie schon so mancher Partei - also meist der ÖVP - zu Willen sein und willfährige MinisterInnen retten lieber ihren eigenen Job als Justitia zu dienen.
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