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Mittelbau kuschelt mit den Falschen

Infolge der Krise schrumpft in den USA und auch schon in Deutschland die Mittelschicht. Gleichzeitig werden Reiche reicher. Protest bleibt aus. Warum das so ist, erklärt ein eben erschienenes Buch. Autorin ist die Berliner taz-Wirtschaftskorrespondentin Ulrike Herrmann.

14 Kommentare 03. April 2010 - 00:04 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
ritzmo (2)
05.04.2010 20:38 Uhr
Kompliment zur treffenden Analyse

Es ist in der Tat so wie Ulrike Herrmann das beschreibt. Ich zähle zur Mittelschicht und hab es mir ausgerechnet: würde ich doppelt soviel verdienen wäre meine Steuerlast relativ zum Einkommen noch höher, beim dreifachen Einkommen wäre die Steuer relativ schon weniger, beim zehnfachen Einkommen wäre ich aus dem Schneider. Ich hätte genug Geld übrig um es in Fonds und Firmen zu investieren, wofür ich dann fast keine Steuer mehr zahlen müsste, wenn ich es geschickt anstelle. Dann wäre ich aber nicht mehr Mittelschicht sondern reich. Genau für diese Zielgruppe wurden bei allen Steuerreformen der letzten 10 Jahre immer neue Steuererleichterungen geschaffen. Als Mitglied der Mittelschicht finde ich das letztklassig und total ungerecht. Also mich stört das.

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snugs (508)
05.04.2010 16:39 Uhr
Wie soll sich der kleine Mann helfen?

Hoffentlich liest das auch irgendein Verantwortlicher von der Gewerkschaft. Damit kann die Richtung für die nächsten Verhandlungsrunden festgelegt werden. Oder sind die Spitzenfunktionäre der Gewerkschaft auf der falschen (richtigen) Seite?

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sumpfdotterblume (941)
05.04.2010 20:15 Uhr
Die richtige Frage müsste lauten:

Wie kann sich der Mittelstand helfen? Der Mittelstand wird immer kleiner, muss immer mehr Lasten tragen.

Ums gleich mal klarzustellen. Das populistische "Die Reichen müssen blechen!" kann ich auch nicht mehr hören. Denn wenn der Staat die Reichen zur Kasse bittet, saniert das noch lange nicht das Budget. Denn in Summe ist der betrag, der da hereinkommt, viel zu gering. Es muss sich grundsätzlich etwas ändern.

Und, 'tschuldigung, aber die Aussage, dass alle kleinen Leute arbeiten wollen, kann nur als Scherz aufgefasst werden. Ich kenne genug, auf die diese Beschreibung nicht zutrifft.

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gegenstrom (5976)
05.04.2010 17:43 Uhr
aber bitte.........

.......warum soll das die Gewerkschaft lesen? Glaubst Du immer noch die hat die Möglichkeit gegen der Regierung und der Wirtschaft etwas zu erreichen. Es ist doch Mode geworden beim kleinen Mann zu sparen, denn für die Banken hat man Milliarden übrig, aber doch nicht für Lohnerhöhungen.
Das sollen viel mehr die Regierenden lesen und dann die nötigen Schlüsse ziehen!

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Spoznkampla (7)
06.04.2010 09:13 Uhr
Die Regierung???

Also ich denke dass unsere Herrn Politiker sehr wohl über die Situation Bescheid wissen. Nun könnte man sich fragen warum sie nichts unternehmen... Ist die Regierung (egal welche) nur ein Instrument der Eliten, oder hüten sich die Politiker die "fütternde Hand zu beißen?

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Venom (389)
05.04.2010 11:37 Uhr
...

Ich frage mich gerade was schlimmer ist.
Die Verarmung der Mittelschicht oder die Propaganda von Herrmann.
Von utopischen Lösungen mal abgesehen erwähnt sie wichtige Ursachen nicht mal mit einem Wort sondern unterstellt einem verallgemeinernd falsche und naive Denkweisen.
Man fühlt sich gleich doppelt veräppelt wenn man den Artikel ließt.

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gegenstrom (5976)
05.04.2010 17:45 Uhr
warum.......

.....verträgst Du die Wahrheit nicht! Ist doch in sämtlichen Statistiken nachzulesen, dass die Armen mehr und die Reichen reicher werden!

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Venom (389)
05.04.2010 18:53 Uhr
...

Das bestreitet ja auch niemand.
Dazu braucht man nicht mal eine Statistik, das merkt man auch selbst an den Auswirkungen solange man keine gröberen geistigen Defizite hat.
Keine Ahnung warum du Derartiges in meinen Text hineininterpretierst.

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Pilatus (10218)
05.04.2010 11:11 Uhr
Wie lange noch ?

Der ÖVP geht es nicht um das Gemeinwohl, sondern um die Bedienung ihrer Klientel. Es werden planwirtschaftliche Ideen des Bauernbundes hochgehalten - man baut nur mehr an, was bestens subventioniert wird, dessenungeachtet ob das Produkt, z.B. Soja, überhaupt am Markt zu plazieren ist - man rührt keinen Finger, um die ausufernde, bestbezahlte Beamtenschaft einzudämmen, oligarchische Elitenkartelle verändern die Realverfassung - siehe HypoAlpeAdria - und Medien und hier besonders ein uralter Greis, bestimmen, was ÖsterreicherInnen zu denken und wie sie in der Wahlzelle zu "kreuzeln" haben - siehe Kampagne Rosenkranz der Kleinformatigen.

Das gemeine Volk ist zu schwach, sich zu wehren,
die Sozialisten haben sich mit Faymann selbst ins "out" gestellt, eine Rudas ist als Sprachrohr noch dazu vollkommen ungeeignet und die "Schwarzen" bedienen seit Schüssel alle jene, die besser im "Häfn" aufgehoben wären. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich für Meischberger, Grasser + Co.

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feelgood40 (4214)
05.04.2010 10:29 Uhr
man lese:...

u.a. gehört der staat, sprich beamtenjobs/beamtentum ausgebaut. von mehr staat profiert ihr mittel- und unterschichtler !
aber was soll ma von "dumpfbacken" (unter/mittelschicht) schon verlangen, außer den gegeben zuständen die sie selber wählen.
die meisten sudern am system zwar a bissl herum, trotzdem herrscht im großen und ganzen zufriedenheit im lande.

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eulenauge (16117)
05.04.2010 09:06 Uhr
Grundbesitz kann nicht fliehen,

darum wird er auch nicht besteuert. Darum werden wiederum "Häuslbauer" und Pendler subventoniert: Um sie zu Grundbesitzdenkern zu machen.

Und daß "die da unten" nix verdienen, ist marktwirtschaftlich klar: Hat man ihnen doch per Globalisierung & Osterweiterung ein paar hundert Millionen Konkurrenten verschafft, die konkurrenzlos billig sind.

Und geschützt & subventioniert werden eben nur Geschütze Werkstätten der Öffentlichen Verdiener und die pragmatisierten Agrarindustriellen.

Im Westen nichts Neues.

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haspe1 (4954)
05.04.2010 02:05 Uhr
Kompliment für diesen glasklaren Artikel...

Wir stehen vor der merkwürdigen Tatsache, dass die Einkommensschere zwischen den "Bestverdienern" und den "Normalbürgern" in den letzten 20 Jahren immer weiter auseinandergeht und eine gut gebildete, aber nicht effektiv organisierte Mehrheit der "Mittelschicht" sich von den Reichen (getrieben durch konsequenten Lobbyismus) erfolgreich einreden läßt, dass die Gesetze so umgestaltet werden müßten, dass die Reichen noch reicher würden, weil sie ja "Leistungsträger" seien, und dass die "Armen" auf Kosten dieser "Leistungsträger" leben würden. Forciert wird diese Umverteilung von unten nach oben durch die willfährige Politik, besonders natürlich jene der ÖVP (unter Schwarz-Blau ging das wie geschmiert). Die SPÖ ist zu satt und degeneriert und intellektuell zu schwach und hat diesem Trend nichts entgegenzusetzen. Dass es nicht nur um Steuergerechtigkeit gehen muss, sondern dass zuerst einmal die Einkommen gerecht bezahlt werden müssen, wird nicht mal deutlich erwähnt.

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haspe1 (4954)
05.04.2010 02:13 Uhr
2)

Besonders die konservativen Medien finden es kaum der Mühe Wert zu erwähnen, dass die Armen zu "Sozialschmarotzern" stilisiert werden, WEIL sie für ihre Arbeit so wenig bezahlt bekommen, dass davon naturbedingt kaum Steuern abfallen. Die nicht gezahlten Steuern werden ihnen vorgeworfen, die verfehlte Lohnpolitik, die zu diesem Steuermanko führt, wird oft als "gottgegeben" betrachtet. Besonders auch von den rührigen Wirtschaftsredakteuren a la Mascher und Mandlbauer, die stets das hohe Lied der "Leistungsträger" posaunen, die alles zu bezahlen hätten und dank erfolgreich absolvierten Wirtschafts?-Studiums leider nicht genügend Phantasie aufbringen, um sich zu überlegen, weshalb die Schlechtverdiener nicht mehr Steuerleistung erbringen können- WEIL MAN SIE SO SCHLECHT BEZAHLT. Ich hoffe also, Herr Buttinger empfiehlt seinen Kollegen vom Wirtschaftsressort diesen Artikel als erbauliche Horizonterweiterung und den Interessensvertretern (AK, ÖGB, etc.), die anscheinend

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haspe1 (4954)
05.04.2010 02:20 Uhr
3)

kein Rezept gegen die zunehmenden Einkommensuterschiede finden kann/will, ebenso. Und die breite Mittelschicht sollte aus ihrer Betäubung erwachen und erkennen, dass die Reichen Österreichs sie an der Nase herumführen und darauf drängen, dass Stiftungen, große Vermögen, Spekulationen, Unternehmensgewinne so wie die Arbeit der Lohnempfänger besteuert werden sollen.

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