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AWD tiefrot mit 42 Millionen Verlust

WIEN/ZÜRICH. Der Finanzdienstleister AWD legte für Ansprüche von Anlegern 17 Millionen Euro zur Seite. Das Jahr 2009 endete operativ mit 42,3 Millionen Euro Verlust.

Diesem EBIT-Minus steht ein Umsatz von nur 68,4 Millionen Euro gegenüber. 2008 war das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch mit 4,2 Millionen Euro positiv, bei 114,5 Millionen Euro Umsatz. Im zweiten Halbjahr 2009 habe sich das Geschäft aber stabilisiert. 2010 plane er ein ausgeglichenes Ergebnis, sagte gestern der seit einem halben Jahr amtierende Geschäftsführer, Ralph Müller.

In Einzelfällen könne es Beratungsfehler durch AWD-Mitarbeiter gegeben haben, gesteht Müller ein. Er strebe in den berechtigten Einzelfällen Lösungen mit den Kunden an. Abgelehnt werde die vom Verein für Konsumenteninformation geforderte Pauschallösung. AWD hat 17 Millionen Euro für Gewährleistungsklagen zurückgestellt. Anleger behaupten, vor dem Kurssturz beim Kauf von Immofinanz- und Immoeast-Aktien systematisch fehlberaten worden zu sein.

Der Finanzdienstleister fährt laut Müller nun eine „Basis-Investment-Strategie“, aufbauend auf Versicherungsprodukten und Altersvorsorge. Bei Finanzanlagen seien die gut 300.000 Kunden weiter zurückhaltend. Die Zahl der Berater sei seit Ende 2008 um 150 auf 735 gesunken.

Die Tochter des deutschen Finanzdienstleisters lenkt von Wien aus Zentral-/Osteuropa: Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen. Aus Kroatien und Rumänien hat sich AWD zurückgezogen (Kosten vier Millionen Euro).

Die deutsche AWD hat ihrem neuen Eigentümer, dem Schweizer Lebensversicherer Swiss Life, die Bilanz 2009 verhagelt. Ein Verlustbeitrag von 92 Millionen Franken (64 Millionen Euro) drückte den Swiss-Gewinn auf 282 Millionen Franken.

2008 hatten die Schweizer den Finanzdienstleister um 1,2 Milliarden Euro übernommen. 54 Millionen Euro investierten sie, um AWD 2010 wieder auf Gewinnkurs zu bringen. In den ersten Monaten habe die Neuerwerbung schon wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das Swiss-Prämienvolumen stieg 2009 um neun Prozent auf 20,2 Milliarden Franken.

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igitt · von gugl (280) · 31.03.2010 15:30 Uhr

62 mio umsatz - ergibt einen verlust von 42 mio !!!!!
wer besichert diesen verlust ???
jeder "normale" unternehmer wäre mit einer derartigen bilanz schon längst im häfn !

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Mein Mitleid hält sich in Grenzen! · von und_jetzt (28) · 31.03.2010 09:38 Uhr

"In Einzelfällen könne es Beratungsfehler durch AWD-Mitarbeiter gegeben haben, gesteht Müller ein."
Womöglich haben es manche Mitarbeiter gewagt jene Versicherungen, Anlagen, etc dem Kunden anzuraten, bei welchen sie bzw. AWD am wenigsten abkassieren. Mein Mitleid hält sich auf alle Fälle in Grenzen wenn ich mir ansehe wie AWD, EFS und Konsorten durch Halbwahrheiten bzw. versteckte Provisionen/Kick-Backs zu ihrem Geld kommen. Neue transparentere Ansätze braucht das Land!
Die Honorarberatung die ein Capitalbank-Vorstand vor kurzem public gemacht hat, finde ich da durchaus "fairer". Aber ich bezweifle, dass das auch andere Banken oder Finanzdienstleister so sehen.

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Artikel 31. März 2010 - 00:04 Uhr
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/mvol3/hires/02/99/45/69/77h.001  Bild: weihbold

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