WIEN. Neben dem Durchziehen des Sparprogramms wollen die Austrian Airlines (AUA) jetzt auf dem Markt forscher auftreten. Verlorengegangene Kunden sollen zurückgewonnen werden.
Zwar nimmt die AUA sieben Strecken mit dem Sommerflugplan im April nicht mehr in den Flugplan auf. „Dann sind wir mit der Einstellung von Flügen durch“, sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth. Neu ist die Streichung der Strecke nach Jekaterinburg (Russland).
Dennoch sollen die Passagierzahlen steigen. Zehn Prozent mehr – oder eine Million – sollen es pro Jahr sein. Ab 2011 will die Lufthansa-Tochter jährlich zehn Millionen Linien-Passagiere befördern. Das soll vor allem durch höhere Frequenzen auf wichtigen Strecken und durch billigere Preise erfolgen.
Die Untergrenze von 99 Euro ist „beerdigt“, kündigten die AUA-Chefs Bierwirth und Peter Malanik an. Aktuell gibt es Tickets nach Hamburg, Berlin und Mailand ab 59 Euro (Hin- und Rückflug, mit Taxen, ohne Extragebühren für Gepäck). Düsseldorf, Barcelona, Köln, Nizza, Paris, Rom, Sofia, Stockholm ab 69 Euro.
Damit will die AUA Geschäft, das sie an Billigflieger verloren hat, zurückholen. Die AUA-Manager räumten ein, auf wichtigen Strecken in Europa massiv Marktanteile verloren zu haben. So seien vom alten Management einige große Fehler begangen worden.
Größere Flugzeuge
Weiters werden größere Flugzeuge auf verkehrsstarken Strecken eingesetzt, auf insgesamt 50 Routen. Auf mehreren Strecken wird die Bordverpflegung, für deren Reduktion die AUA Prügel bezog, wieder erweitert. Gibt es beim Online-Check-in freie Plätze in der Business Class können Kunden mit Economy Ticket upgraden. Innerhalb Europas um 99 Euro, bei Langstrecken um 499 Euro.
Stark zurückgefahren wird die Chartersparte. Von dort kommen auch die großen Maschinen für Linienverbindungen. Bei der AUA läuft ein drastisches Sparprogramm, mehr als 2000 Mitarbeiter werden abgebaut. Wachsen darf die AUA laut EU-Vorgabe erst wieder, wenn sie profitabel ist. Das will sie operativ 2011 sein und 2012 auch unter dem Strich.
Frontalzusammenstoß - drei Schwerverletzte
General Motors unter Druck: Aus für Bochum?
Englischer Teamchef nach Streit zurückgetreten
Erste Details zu Griechenland-Sparpaket