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Heimischer Wein in Deutschland gefragt

WIEN. Österreichs Weinwirtschaft freut sich über ihre Erfolge im Ausland, wobei das Umsatzwachstum mit dem Plus bei der Menge nicht mithalten konnte. Im Hauptmarkt Deutschland wurde mehr billiger Wein gekauft.

Wichtig ist vor allem die Entwicklung bei Flaschenweinen. Dort freut sich die Österreichische Wein Marketing (ÖWM), dass der Durchschnittspreis (auf Literbasis) im Export von 2,59 auf 2,60 Euro gesteigert werden konnte.

Fast 60 Prozent des Weinexportes geht nach Deutschland, die Schweiz und Liechtenstein folgen mit zwölf Prozent. In beiden Kernmärkten konnten zwar die Mengen um 15 bzw. 27 Prozent gesteigert werden, im Umsatz blieb aber nur ein Plus im einstelligen Bereich. „Gerade in den wichtigen deutschen Markt gehen viele junge, günstige Grüne Veltliner“, erklärt ÖWM-Sprecherin Susanne Staggl. Dort kommen sie in den Handel und da wiederum zu Diskontern, was zwar große Mengen, aber eben wenig Erlös bedeutet.

Die Flaschenweinexporte konnten mengenmäßig auf 39,5 Millionen Liter (plus 3,7 Prozent), wertmäßig um 4,4 Prozent auf einen Erlös von knapp 103 Millionen Euro gesteigert werden. (Langfristentwicklung siehe Grafik).

Es bleibt viel im Inland

Insgesamt wurden 69,6 Millionen Liter Wein exportiert. Zum Vergleich: Der Inlandsverbrauch liegt bei 240 Millionen Liter.

30,1 Millionen Liter macht der Fasswein-Export aus. Dieser ist aufgrund der großen Ernte des Jahrgangs 2008 überproportional gestiegen: Mengenmäßig um 37 Prozent, wertmäßig nur um 12 Prozent.

Für diese billigen Grundweine, die teils zu Sekt weiterverarbeitet werden, ist der Preis auf das Niveau des Jahres 2006 gefallen: Von zuletzt 66 Cent pro Liter auf 53 Cent.

Für den Chef der ÖWM, den Oberösterreicher Willi Klinger, ist die Entwicklung dennoch erfreulich: „Die Erfolge im Export halten seit zehn Jahren an und sind unter Europas Weinländern einzigartig. Unsere Steigerungen sind umso bemerkenswerter, als die österreichischen Gesamtexporte 2009 um ein Fünftel eingebrochen sind.“

Zu billigeren Weinen haben die US-Amerikaner und die Briten gegriffen: Hier sind die Mengen stabil geblieben, die Umsatz aber um jeweils um 17 Prozent zurückgegangen. (sib)

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Artikel 13. März 2010 - 00:04 Uhr
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