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Oberösterreich verliert Konzernzentralen

LINZ. In Kürze ist die MCE AG in dieser Form Geschichte, und Oberösterreich hat eine Konzernzentrale weniger. Eine Entwicklung, die für viele ein Alarmsignal ist.

Der größte Aderlass begann mit dem wenig durchdachten Verkauf der VA Tech durch die Republik Österreich an Siemens. Dadurch wurde die Holding aufgelöst, und auch aus der verbliebenen Siemens VAI wanderten wichtige Funktionen aus Linz ab. Die MCE, die schon davor aus der VA Tech herausgelöst worden war, wird nun in den neuen Eigentümer Bilfiger Berger integriert, die Holding verschwindet.

Auch bei Ebewe, Eternit und CWT fallen die strategischen Entscheidungen nach Eigentümerwechseln nicht mehr in Oberösterreich. Und bei der Amag rückt die Entscheidungszentrale mit dem Verkauf der Muttergesellschaft von Wien nach Deutschland bzw. in die USA.

In der Öffentlichkeit bleiben diese Veränderungen weitgehend unbemerkt. Denn das Zusperren von Holdinggesellschaft ist im Gegensatz zur Schließung einer Produktion meist mit dem Verlust von nur wenigen Arbeitsplätzen verbunden. „Es ist ein schleichender Prozess, aber einer, der schwerwiegende Folgen hat“, sagt Ernst Haidenthaler, Partner bei der KPMG. „Je weiter weg die Entscheidungszentrale, desto geringer die emotionale Bindung der Führungskräfte an die Produktionsstätten.“

Ein Wegbrechen von Konzernzentralen hat aber auch für andere Firmen zentrale Bedeutung. „In Oberösterreich gibt es 28 solcher Zentralen. Sie zeichnen für 50 Prozent der Forschung und Entwicklung im Land verantwortlich. Und sie arbeiten mit 20.000 Klein- und Mittelbetrieben zusammen“, sagt Industriellen-Präsident Klaus Pöttinger.

Darunter auch Beratungsunternehmen wie Steuerberater oder Anwälte, aber auch Firmen aus der Informationstechnologie (IT).

Umgekehrt sieht man, welche Impulse die Ansiedlung zentraler Konzernteile bewirkt. Mit der Übersiedlung der Borealis-Konzernzentrale vom Ausland nach Wien und der Forschungszentrale nach Linz profitiert nicht nur der Arbeitsmarkt, sondern auch die universitäre Forschung. „Es entstehen gut bezahlte, hochwertige Jobs, und es gibt Impulse für hochwertige Dienstleistungen“, sagt der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Karl Aiginger.

Zentralraum aufwerten

Pöttinger fordert, dass der Zentralraum Linz-Wels-Steyr für ausländische Spitzenkräfte lebenswerter werden müsse. Dann bestehe auch die Möglichkeiten, Schaltzentralen ins Land zu holen.

„Wir sind uns dessen bewusst“, sagt Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl. „Wir unterstützen Firmen bei Headquarter-Programmen und suchen nach größeren Ansiedlungsflächen. Gleichzeitig sind wir auch darauf angewiesen, dass sich die Attraktivität des Standortes nicht durch Gesetze wie das Immissionsschutzgesetz-Luft verschlechtert. Das schadet unserem Image im Ausland.“

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Grauenhafte Wirtschaftspolitik · von _guenther (1820) · 15.03.2010 13:16 Uhr

Kein Wunder, wenn es bald keine großen Firmen mehr in Österreich gibt. Immerhin wird die Verlagerung der Produktion in den Osten und nach China von der EU großzügig gefödert. Auch die österr. Politiker schauen tatenlos zu. So wird die Arbeitspolitk immer größer werden, denn nur regionale Firmen schaffen Arbeitsplätze.

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selber schuld · von sonne-licht (1171) · 14.03.2010 23:49 Uhr

jeder mitarbeiter und österreicher hat durch sein wahlverahlten ja durchs nichts tun und biertischgeprabbel dazu beigetragen!

nachher zu schreien ist einfach zu spät!

selber schuld kein mitleid!

wer nichts dazu beigetragen hat der werfe den ersten stein!

naivität schließt als schuldigen mittäter nicht aus!

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Konzernzentralen ? · von cicero (3624) · 14.03.2010 09:29 Uhr

Ja, wo bleiben sie die Konzernzentralen ?

BMW (wenn auch bayrisch)
Borealis
Fronius
Rosenbauer
Internorm
Spar
XX Lutz
Raika
Erste Bank
ÖMV
Post AG
ÖBB (leider)
.... ....

Wer hilft diesen Paradebetrieben ?
Niemand.
Sie werden im Gegenteil noch "abgezockt".

Stehen wir auf.
Und stehen wir zu unseren Betrieben.

Es lohnt sich.
Für Alle.

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Artikel 13. März 2010 - 00:04 Uhr
Von Dietmar Mascher und Sigrid Brandstätter
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Bild: OÖN Grafik

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