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Lehman verhüllte Pleitegefahr mit Tricks

NEW YORK. 2200 Seiten stark ist der am Donnerstag veröffentlichte Prüfbericht über die US-Investmentbank Lehman Brothers. Schockierendes Ergebnis: Lehman war schon Wochen vor dem Zusammenbruch im September 2008 zahlungsunfähig.

Vor eineinhalb Jahren war die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers Mitauslöser der Weltwirtschaftskrise. Vergangenen Donnerstag wurde ein neues Kapitel im Pleitekrimi rund um die Bank aufgedeckt: Lehman hat schon wochenlang vor dem Kollaps seine Bilanzen frisiert, um Milliardenverluste zu kaschieren.

Mit Buchungstricks habe die Investmentbank versucht, ihre Bilanzen zu schönen, heißt es in dem Untersuchungsbericht von Prüfer Anton Valukas. Mit einem Trick sei der Eindruck erweckt worden, dass Lehman seinen Verschuldungsgrad im Jahr 2008 verringert hat. Tatsächlich sei das aber nicht der Fall gewesen.

Anton Valukas von der Anwaltskanzlei Jenner & Block war Anfang 2009 von einem Gericht bestellt worden, um nach Hinweisen auf Betrug, Unredlichkeit und Fehlverhalten im Lehman-Fall zu suchen. Ende Februar hat er seinen Bericht abgeschlossen, der am Donnerstag von dem zuständigen Insolvenzrichter für die Öffentlichkeit freigegeben wurde.

Der Untersuchungsbericht, dessen Erstellung 30 Millionen Dollar gekostet haben soll, wirft zudem kein gutes Licht auf die Buchprüfer von Ernst & Young. Diese haben die Lehman-Bilanz seinerzeit untersucht. 300 Seiten des Prüfberichts befassen sich allein mit der Bilanzfälschung.

„Habe nichts gewusst“

Lehman-Chef Richard Fuld ließ nach Veröffentlichung über seine Anwältin Folgendes verlauten: Er habe nicht gewusst, was diese Buchungen bedeuten, zitiert ihn das „Wall Street Journal“. Fuld habe in „seiner gesamten Karriere bei Lehman immer gewissenhaft und sorgfältig im Interesse der Bank und ihrer Anlegern gehandelt“.

Weder die Finanz-Führungsetage noch Ernst & Young hätten ihn darauf hingewiesen, dass die Buchungen problematisch sein könnten. Ernst & Young wiederum weist jegliche Schuld von sich: Wie der Verschuldungsgrad in der Buchhaltung auftauche, sei Aufgabe der Unternehmensführung, nicht des Prüfers.

Im Prüfbericht heißt es zusätzlich, das Management habe die Risikokontrollen der Bank regelmäßig übergangen oder nicht beachtet. Auch als die ersten Anzeichen eines Platzens der Kredit- und Immobilienblase sichtbar wurden.

Kein Vorwurf an Chefs

Trotz der Tatsache, dass die Wall-Street-Bank ihre Anleger, Geschäftsführer und Aufsichtsbehörden in die Irre geführt hat, wirft Valukas dem Management der Bank kein umfassendes Fehlverhalten vor. Zwar könne man einige Entscheidungen des Managements rückblickend in Frage stellen. Die Methoden zur Bewertung der Vermögenswerte seien zudem möglicherweise unzulänglich gewesen, heißt es in dem Bericht. Dennoch seien die Verantwortlichen größtenteils nicht haftbar für den Zusammenbruch der Bank.

Lehman war letztendlich unter einem Schuldenberg von 600 Milliarden Dollar (439 Milliarden Euro) kollabiert. Der Lehman-Fall war die größte Unternehmenspleite in der Geschichte der USA und gilt als Auslöser für die schwerste Rezession der Nachkriegszeit. (ee)

Wer sich den gesamten 2200 starken Bericht zu Gemüte führen will, im Internet gibt es ihn unter: lehmanreport.jenner.com

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Der Wecker klingelt immer lauter... · von hyperinflation (1825) · 13.03.2010 12:45 Uhr

Manche Meldungen gehen in diesen Tagen ein wenig unter. Diese hier zum Beispiel: Im Februar hat das Defizit im US-Haushalt einen neuen Monatsrekord erreicht. Der Fehlbetrag liegt bei 220,9 Milliarden US-Dollar, das sind 162 Milliarden Euro oder 14 Prozent (!) mehr als im Vorjahresmonat.

Wenn juckt dies schon,denkt der vermeintlich österreichische Gutmensch.

Aber auch in Austria sind die Staatsschulden auf einen neuen Rekordstand angewachsen. Ersorginiserregend für meinereins!!!


Wer da glaubt, das alles sei doch harmlos und durchaus beherrschbar, der irrt sich. Das Problem an diesen vermaledeiten Schulden ist nämlich, dass sie nicht linear wachsen. Wegen des Zinseszinseffekts steigen die Schuldenberge exponentiell.

Exponentiell ???Was ist dies bitteschön??
Die selbsternannten Linken Intelektuellen Parastiten können dies sicherlich erklären,aber wollen sie dies überhaupt????

Was das in der Praxis bedeutet, kann man sich an einem Beispiel verdeutlichen:

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Intelektuellen Parastiten · von hyperinflation (1825) · 13.03.2010 12:51 Uhr

Gut teusch schreiben???

Nehmen wir an, wir hätten eine Bakterienkultur. Diese Bakterien vermehren sich durch Zellteilung, deshalb steigt die Zahl der Bakterien mit der Zeit immer schneller an: Aus zwei Bakterien werden vier, dann acht, 16, 32, 64, 128 und so weiter. Nach nur 20 Teilungsschritten gibt es mehr als eine Million Bakterien.

Wir beginnen unser Experiment um elf Uhr und wissen, dass sich die Zahl der Bakterien in jeder Minute einmal verdoppelt. Der Behälter mit der Nährlösung, in dem sich die Bakterien vermehren, wird um Punkt zwölf Uhr voll sein.

Die Frage ist nun: Wann ist der Behälter halbvoll? Um halb zwölf vielleicht? Um 20 Minuten vor zwölf? Um Viertel vor zwölf? Um fünf vor zwölf? Nein, exakt um eine Minute vor zwölf ist der Behälter halbvoll. Warum? Weil sich die Zahl der Bakterien in der letzten noch verbleibenden Minute noch einmal verdoppeln kann – dann ist der Behälter bis zum Rand gefüllt.

Was das mit der Finanzkrise zu tun hat?

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Sehr einfach!! · von hyperinflation (1825) · 13.03.2010 12:58 Uhr

Auch die Schulden der Staaten wachsen exponentiell. Schuld daran ist der Zinseszinseffekt. Deshalb unterschätzen wir alle die Dimensionen dieser Krise seit ihrem Ausbruch im Sommer 2007.

Und das wird auch bis zum Schluss so bleiben: Denn jetzt, um eine Minute vor zwölf, da glauben die Menschen, dass alles beherrschbar ist, die Regierung hat die Sache im Griff, die vielen Rettungspakete werden die Sache schon richten – der Behälter ist schließlich erst halbvoll. Und da Politiker und Medien nicht müde werden, die Probleme herunterzureden und die Menschen zu beschwichtigen, werden die allermeisten am Ende mit leeren Händen dastehen.

Sie werden nicht erkennen, dass allergrößte Eile geboten ist, wenn der Behälter "erst" halbvoll ist. Die meisten werden erst in der allerletzten Sekunde bemerken, was da gespielt wird - und dass es kein Entrinnen mehr gibt.

Natürlich ist es dann längst zu spät, um noch irgendetwas zu retten.

Das ist eben Schicksal..

Gott bewahre die Deinen!

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Artikel 13. März 2010 - 00:04 Uhr
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Bild: Reuters

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