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Kamen die Bayern zu billig davon?

MÜNCHEN/BRÜSSEL. Der Bayerischen Landesbank (BayernLB) drohen nach dem Notverkauf der maroden Hypo Group Alpe Adria (HGAA) möglicherweise neue Auflagen der EU-Kommission. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten bereits im Dezember das seit Mai laufende Beihilfeverfahren gegen die Münchner Landesbank ausgeweitet, um zu prüfen, ob die selbst angeschlagene BayernLB bei der Trennung von der Tochter HGAA zu gut weggekommen ist. Dabei könnte es sich um eine unrechtmäßige staatliche Beihilfe handeln. Die BayernLB bestätigte am Freitag einen Bericht der „Financial Times Deutschland.

Im Zuge der Untersuchung müssten BayernLB und HGAA „überzeugende und fundierte“ Umstrukturierungspläne vorlegen, „um den sich im Zuge dieser Rettungsaktion ergebenden Herausforderungen zu begegnen und die Beihilfemaßnahmen voll und ganz mit dem EU-Beihilferecht in Einklang zu bringen“, hatte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes einen Tag vor Weihnachten 2009 erklärt. Das ausführliche Schreiben an Deutschland und Österreich hatte die Kommission am Donnerstag im Internet veröffentlicht.

Die EU-Kommission prüft seit Mai vergangenen Jahres die Hilfen des Freistaats an die Landesbank. Bayern hatte die Bank im vergangenen Jahr mit zehn Milliarden Euro Eigenkapital und milliardenschweren Garantien gerettet.

Ein Sprecher der BayernLB sagte am Freitag, der überarbeitete Plan sei mittlerweile übergeben worden. Er gehe davon aus, dass das Verfahren in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen sein könnte. Die BayernLB musste ihre frühere Tochter HGAA kurz vor Weihnachten 2009 notgedrungen zum symbolischen Preis von einem Euro an Österreich abtreten.

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Artikel 13. März 2010 - 00:04 Uhr
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