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US-Bundesstaat Connecticut verklagt Ratingagenturen

NEW YORK. Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Connecticut bringt die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's vor Gericht. Die eingereichte Schadensersatzklage sei die erste solche gegen Ratingagenturen, erklärte Richard Blumenthal.

Er wirft Moody's und Standard & Poor's vor, Anleger über die mit bestimmten Wertpapieren verbundenen Risiken getäuscht und damit zur Finanzmarktkrise in den USA beigetragen zu haben.

"Öffentlichkeit missbraucht"

Beide Unternehmen hätten das Vertrauen der Öffentlichkeit missbraucht, erklärte Blumenthal auf einer Pressekonferenz. Etliche Investoren hätten mit Blick auf die guten Bewertungen Papiere gekauft, die wesentlich riskanter waren als gedacht - und letztlich fast wertlos. Die Summe für Schadensersatz und Strafgeld könnte sich dem Staatsanwalt zufolge auf mehrere hundert Millionen Dollar belaufen.

Von lukrativen Honoraren hätten sich die beiden Agenturen in ihrer Objektivität beeinträchtigen lassen, und ihre Bewertungen seien auf "betrügerische und irreführende" Weise zustande gekommen, sagte Blumenthal. Viele der betreffenden Anlagen wurden auf dem Höhepunkt des Immobilienmarkts zwischen 2005 und 2007 mit "AAA" bewertet. Die meisten davon haben Moody's und Standard & Poor's inzwischen erheblich zurückgestuft.

Mehrfach verklagt

Blumenthal hat die Ratingagenturen bereits mehrfach verklagt. Im Juli 2008 warf er Moody's, Standard & Poor's und Fitch Ratings vor, Städten eine künstlich niedrige Bonitätsbeurteilung ausgestellt zu haben, was die Steuerzahler letztlich Millionen Dollar gekostet habe. Ein Urteil dazu steht noch aus.

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Da sollten wir wohl alle eine Sammel- · von eulenauge (16117) · 11.03.2010 18:42 Uhr

klage gegen die US-Rating-Agenturen einreichen: Die haben uns ja die aktuelle Krise als Blasenentzündungsfolge eingebrockt. Nur werden sie diese Suppe nicht auslöffeln können...

(0)
Artikel 11. März 2010 - 14:42 Uhr
nachrichten.at (cs)
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