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EU-Beratungen zu Griechenland: Kritik an Hilfszusage

BRÜSSEL. Nach den EU-Staats- und Regierungschefs werden die Euro-Finanzminister an diesem Montag in Brüssel über das Sicherungsnetz für das hoch verschuldete Griechenland sprechen. Die 16 Länder mit Euro-Währung wollen koordiniert vorgehen, falls ihr schwächstes Mitglied Griechenland in einem Notfall seine Schulden nicht mehr bezahlen kann.

Wie konkret geholfen werden könnte, ist bisher nicht bekannt. Im Gespräch sind bilaterale Kredite oder der Aufkauf von griechischen Staatsanleihen, falls diese nicht mehr von den Finanzmärkten aufgenommen werden sollten. Ob die Minister schon zu Ergebnissen kommen, gilt als offen.

Kapitalmärkten fehlt Klarheit

Den Kapitalmärkten fehlt bisher Klarheit, wie die von Europa zugesagte Hilfe aussehen könnte. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatte am vergangenen Donnerstag eine bisher beispiellose Erklärung verabschiedet, wonach Athen im Falle eine akuten Finanzkrise unter die Arme gegriffen werden soll.

Führende Wirtschaftswissenschaftler haben diese Zusage scharf kritisiert. „Dadurch gerät das ganze Gebäude in Schieflage“, sagte der langjährige Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, der „Welt am Sonntag“. Griechenland müsse sich selbst helfen. Er verwies unter anderem auf das großzügige griechische Rentensystem:
„Es kann doch nicht angehen, dass man Hilfe von außen in Anspruch nimmt, um so etwas weiterbetreiben zu können.“

Einer Nothilfe zugunsten Griechenland steht Artikel 125 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) entgegen. Der besagt, dass die europäischen Staaten auch in der Währungsunion nicht füreinander haften oder einstehen. Ohne die Zusage, dass mit der Währungs- nicht auch eine Transferunion entsteht, hätte zumindest in Deutschland die öffentliche Meinung die Einführung des Euro niemals hingenommen, sagte der Würzburger Ökonom Norbert Berthold. „Artikel 125 verträgt keine Kompromisse“, glaubt auch Otmar Issing. „Wenn man die Regel einmal verletzt, bricht ein Damm, und es gibt kein Halten mehr“, sagte er mit Blick auf die angespannte Lage auch in Ländern wie Spanien oder Portugal.

Drohneder Ausschluss aus Eurozone

Eine Mehrheit der Bundesbürger plädiert in der Zwischenzeit für einen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone, wenn dessen Verschuldung die Stabilität der Gemeinschaftswährung gefährden sollte. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ sprachen sich 53 Prozent dafür aus. 38 Prozent lehnen diesen Schritt ab. Noch deutlicher ist mit 67 Prozent die Mehrheit, die sich gegen Finanzhilfen aus Deutschland und anderen EU-Staaten ausspricht.

Der Vorsitzende der©Ministerrunde,  Luxemburgs Premier- und Schatzminister Jean-Claude Juncker, räumte Fehler der sogenannten Euro-Gruppe ein. „Wir betrachten die mangelnde Beschäftigung mit der griechischen Lage als mittelmäßig schweren Unterlassungsfehler“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Die Euro-Gruppe werde sich künftig viel intensiver mit der Wettbewerbsfähigkeit der Länder beschäftigen. Der dienstälteste Regierungschef der EU forderte angesichts der falschen Angaben, die Griechenland in Brüssel gemacht hat, die europäische Statistikbehörde Eurostat müsse Zugriffsrecht auf nationale Daten erhalten. Die Kommission will bald einen Vorschlag für mehr Eurostat-Rechte machte. Ein erster Vorstoß war vor fünf Jahren am Widerstand von Mitgliedstaaten gescheitert.

Junker lehnt Rauswurf ab

Einen Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone lehnte Juncker ab. Dies hätte „erdbebenartige, unkontrollierbare Folgen“ und würde Griechenland in die Nähe des Staatsbankrotts bringen. „Die Finanzmärkte würden extensiv negativ reagieren. Der Ausstieg wäre das totale Aus für Griechenland.“ Auch für das Image der Euro-Zone wäre das absolut negativ.

Wie von der Kommission vorgeschlagen, wollen die EU-Finanzminister am Dienstag das Defizitstrafverfahren gegen Athen verschärfen. Griechenlands Haushaltspolitik wird damit in bisher ungekannter Weise unter strenge Aufsicht gestellt; das Mittelmeerland muss bis 2012 seine Neuverschuldung unter die erlaubte Marke von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken. 2009 hatte die Neuverschuldung in Griechenland das Rekordniveau von 12,7 Prozent des BIP erreicht. In diesem Jahr hat Athen das ehrgeizige Ziel, durch scharfe Einschnitte ins Sozialsystem, Lohnkürzungen und Steuererhöhungen das Defizit um vier Prozentpunkte zu senken.

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Wie · von hyperinflation (1918) · 15.02.2010 22:23 Uhr

richtig der Sozialdemokrat Uljanow,besser bekannt unter seinem Kampfnamen LENIN lag,als er seinerzeit in Richtung der Bürgerlichen prangerte uns sagte:

"Wer eine Gesellschaft zerstören will, muss ihre Währung ruinieren".

Der Euro scheint auf dem besten Weg der Selbstauflösung zu sein-der Drachmen würde längst gegen null tendieren-wogegen die Teutonische Mark Stärke ungeahnten Ausmaszes zeigen würde-

Wie Deutsche Eichen!

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s draßtwujti hyperinflation · von LadyChatterfield (2003) · 15.02.2010 23:46 Uhr

die neue Währung könnte
"Heulomark" oder "Rerschilling"
heißen,
weil wir schon alle heulen u. reren (Dialekt für Weinen)
wollen
manchmal, weil alles so bescheuert geht.

dobry wetschir gospodin Hyperinflation

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EU: Rauswurf von Griechenland · von cicero (4035) · 15.02.2010 20:58 Uhr

So also schaut die Solidarität der Staaten der EU aus:
Solange alle brav kuschen und die Nettozahler brav zahlen, ist alles paletti.

Hat einmal ein Land Schwierigkeiten, wird es einfach "hinausgeworfen" !
Wo bitte steht das im Lissabon Vertrag ?
Ich dachte ein Austritt ist "freiwillig" ??

Wir Österreicher sollten nicht auf den "Rauswurf" warten.
Wir gehen vorher selber - ach ja - unsere Nettobeiträge nehmen wir natürlich auch mit !!!

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Artikel 15. Februar 2010 - 10:52 Uhr
apa/nachrichten.at
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