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Party-Stimmung an den Börsen füllt die nächste spekulative Blase

LINZ. Seit März hat sich der Wert der im Wiener Leitindex enthaltenen Aktien fast verdoppelt. Experten warnen davor, dass die Erholung der Börsen viel zu schnell geht. Sie befürchten einen Rückschlag mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

„Der höchst ansteckende kollektive Optimismus ist wieder da“, sagte Teodoro Cocca, Professor für Asset Management an der Linzer Universität, bei der Jahrestagung der Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer OÖ. am Donnerstag.

„Es herrscht wieder Party-Stimmung. Eine kleine spekulative Blase hat sich gefüllt – und die wird platzen“, sagt Cocca. Auch Martin Hüfner, ehemaliger Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, warnt vor einem Rückschlag. „Die Börsen sind in den vergangenen Monaten wunderbar gelaufen. Aber die Entwicklung ist viel zu schnell“, sagt Hüfner. Falls sich dieser Aufwärtstrend nicht verlangsamt, „bricht das dann mit einem Schlag ab, und wir haben die nächste Finanzkrise“.

Freilich haben die Börsen Nachholbedarf. Die Finanzkrise drückte die Aktienkurse auf extreme Tiefstände. Das gilt vor allem für die Wiener Börse, die wegen des Ostengagements der österreichischen Unternehmen ganz besonders unter der Finanzkrise litt.

Der derzeitige Höhenflug an den internationalen Börsen hat aber auch damit zu tun, dass jede Menge Geld da ist. Um die Finanzmärkte vor dem Kollaps zu bewahren, haben die Notenbanken diese mit Liquidität geradezu überschwemmt. „Die umfangreiche Liquiditätsbereitstellung birgt das Risiko in sich, zu einer erneuten Bildung von Vermögenspreisblasen beizutragen, deren Korrektur die wirtschaftliche Aktivität dämpfen würde“, schreiben deshalb auch die Wirtschaftsforscher in ihrer am Donnerstag vorgelegten Gemeinschaftsprognose für die deutsche Regierung.

Es gebe zwar keine statistische Evidenz dafür, dass die Banken sich bei der EZB Liquidität beschaffen, um diese direkt auf dem Kapitalmarkt anzulegen. Aber das niedrige Zinsniveau und die leichte Liquiditätsbeschaffung begünstigten den jüngsten Kursanstieg auf den Aktien- und Anleihemärkten, heißt es dort.

Prognosen, wann die „kleine Blase“ platzen könnte, wagen die Experten nicht. Private Anleger sollten aber bei Aktienkäufen jetzt vorsichtig sein.

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Um überschaubar zu sein, · von 2good4U (2408) · 19.10.2009 08:45 Uhr

muss die Wirtschaft klein genug sein.
Es ist an der Zeit, dass wir uns nichtmehr von Anderen Ländern und Kontinenten abhängig machen. Österreich wäre stark genug sich selbst mit fast allem was nötig isz zu versorgen. Und die Rohstoffe die wir importieren müssen (Öl etc.) sollten wir ehestmöglich durch Alternativen ersetzen um unsere Unabhängigkeit wieder zu erlangen. Österreich braucht echte Güter. Echte Häuser, echtes Essen. Durch Spekulanten wird nichts produziert! Sie sind die eigentlichen Sozialschmarotzer. Auf Kosten der Gesellschaft bereichern sie sich.

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warum kommts nicht zur Finanztransaktionssteuer? · von gegenstrom (5347) · 19.10.2009 07:07 Uhr

Weil die "Volksvertreter" so viel Geld aus unseren Steuern "verdienen" dass sie selbst mit ihrem Einkommen bei der Gruppe der Spekulanten mit-beteiligt sind. Dazu kommt die Drohung der Kapitalisten überhaupt keine Steuer zu zahlen und abzuwandern.
Und die Politiker haben noch nie bei sich selbst einzusparen begonnen, da muß der "Kleine Mann" den Kopf hinhalten.
Aber die 2. Krise kommt schneller als uns lieb sein kann, denn ohne radikale Änderung des Finanzsystems kommt die ganze Welt vom Regen in die Traufe. Wer soll die steigenden Budgetdefizite jemals stoppen oder gar abbauen?
Das erste wäre ein Preis UND Lohnstopp! Aber die Spekulanten wollen immer noch mindestens 10% Ertrag fiktives Kapital, das nur aus Zahlen besteht aber keinen Wert hat.

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Verantwortung tragen vor allem auch · von honoridefix (252) · 19.10.2009 01:18 Uhr

Politiker, die es jahrzehntelang versäumten, entsprechende Analysen zu erstellen und rechtzeitig die nötigen Regeln schaffen, besonders im angloamerikanischen Raum, aber auch auf EU-Ebene. Wenn zum Beispiel auf dem Papier 100 mal mehr Erdöl gehandelt wird, als tatsächlich gebraucht wird, handelt es sich sicher um eine von der Realwirtschaft losgelöste Spekulation - nicht zufällig stand der Ausbruch der Krise in Zusammenhang mit einem spekulativen Ölpreis-Hoch von über 150$! Die Lobbys in Washington und Brüssel sorgten und sorgen offensichtlich wieder dafür, dass internationale, undurchsichtige Finanzakteure - aus welchen undemokratischen Ländern auch immer - mit der Realwirtschaft Katz und Maus spielen. Gleichzeitig lassen Sie sich als "Retter" feiern, vergessen aber zu betonen, das der einzige Retter das Geld der Steuerzahler war, bzw. der zukünftigen, die von ihrem Glück noch nicht allzuviel wissen.

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Artikel 17. Oktober 2009 - 00:04 Uhr
Von Hermann Neumüller
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Bild: OÖN Grafik

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