WIEN. Die Europäische Union muss weiter auf ihre Kosten Milch einlagern und exportieren. Sie müsse ein Modell finden, das die Industrie als Kunden zurückgewinnt, für den Einsatz in Lebensmitteln (Speiseeis, Backwaren, Käseersatz) bzw. in Futtermitteln. Statt Pflanzenöl soll wie zu Marktordnungszeiten „Industriebutter“ eingesetzt werden.
Diese Maßnahmen forderten gestern, Dienstag, die Agrarvertreter von 20 EU-Ländern in Wien, auf Einladung von Minister Niki Berlakovich. Sie wollen durch EU-Intervention den Preisverfall für die Milchbauern umkehren. Beim jüngsten Agrarministerrat hatten sie keine Einstimmigkeit erreicht und auch EU-Kommissarin Mariann Fischer Boel nicht auf ihre Linie bringen können. Die agrarindustriellen Länder, vor allem Dänemark, Großbritannien und die Niederlande, sind für einen freien Milchmarkt.
Die Bauern der IG-Milch demonstrierten gestern in Wien für einen „Systemwechsel“. Sie wollen die Produktionsmengen je nach Preis steuern.
Die Agrarpolitiker beschlossen auch „Wiener Grundsätze“ für eine neue EU-Agrarpolitik. Die jetzige wird 2013 auslaufen. Es müssten jedoch Direktzahlungen für Bauern und Fördermittel für den ländlichen Raum bleiben, hieß es.
Die stolzen Bauern schämen sich nicht, zu Subventionsempfängern erster Klasse degradiert zu werden, weil ihnen das Hemd näher als die Hose ist.
Sie denken aber nicht daran, dass der ganz gewöhnliche Hackler, den sie gemeinhin verachten, die Knete aufbringt, die diesen Subventionsunfug erst ermöglicht.
Daher - weg mit allen Subventionen, freie Marktwirtschaft ist angesagt. Auch ein Tischler kann nicht täglich 20 Tische produzieren, ohne einen fixen Abnehmer zu haben - hoffend, dass ihm irgendeine gute Fee schon mit der "Kohle" aushilft und der Staat - also wir - das alles gnädig subventionieren.
mein gott bist du gscheit. du hast ja innerhalb von 5 minuten vergessen was du gepostet hast. alleine die aussage "freie marktwirtschaft ist angesagt" zeugt dafür, das du ein voller dillo bist. freie markstwirtschaft muss also deiner meinung nach bei den bauern praktiziert werden. in anderen postings verlangst du gerade das gegenteil.
zu deinen postings kann man nicht mal mehr lachen.
daß für die einen die "freie" Marktwirtschaft gilt und für andere nicht.
Da die Nettozahler - leider - alle unter dieser "Freiheit" leiden, liegt es nicht fern, das auch beim agrarindustriellen Komplex zu fordern.
Mir persönlich wäre es umgekehrt ja lieber - leider hat sich vor exakt dreißig Jahren gezeigt, daß das langfrisrig in die Pleite führt.
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