Das Treffen in Wien zeige, dass nun auch auf EU-Ebene Bewegung in die schwierige Lage auf dem Milchmarkt gekommen sei.
Die IG Milch betonte erneut, dass der nationale Spielraum an Unterstützungsmaßnahmen für die Milchbauern noch nicht ausgeschöpft sei, wie dies Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (V) wiederholt behaupte. Nur durch ein Aussetzen der sogenannten Saldierung, also des Abrechnungssystems bei einer Überlieferung der Milchquote, würde eine Entlastung des Marktes bringen. Das Vorziehen der Agrarförderungen bzw. das Einfrieren der Milchquotenaufstockung helfe den Milcherzeugern vergleichsweise wenig.
Die IG Milch schlägt vor, die Saldierung ab April 2010 mit Beginn des nächsten Milchwirtschaftsjahres, für ein Jahr auf Probe auszusetzen und dann zu evaluieren, ob die Maßnahme Sinn gemacht habe.
Als weitere Maßnahme zur Marktentlastung will die IG Milch die Milchmenge selbst steuern und bei Bedarf weniger produzieren können. Zudem soll über eine von den Milchproduzenten finanzierte Umlage in Höhe von 0,5 Cent je Liter Milch, die in einen Pool fließen soll, den Milchbauern eine Entschädigung bezahlt werden, wenn die Milchmenge gedrosselt wird. Die von der EU-Kommission eingeführten Maßnahmen seien dagegen nur "Vernichtung von Steuergeld".
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