WIEN. Die Krise senkt den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich. Die Österreicher werden heuer um 8,5 Prozent weniger Energie verbrauchen und 7,5 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre blasen. Das geht aus einer gestern präsentierten Studie des Wifo hervor.
Im nächsten Jahr wird der Energieverbrauch um weitere zehn Prozent und der CO2-Ausstoß um neun Prozent sinken. Mit dem Anspringen der Konjunktur werden Verbrauch und Emissionen aber wieder wachsen, erwartet Wifo-Chef Karl Aiginger.
Deshalb sollte Österreich mehr für den Klimaschutz tun, damit dieser Rückgang kein „vorübergehender Effekt“ bleibt, fordert Aiginger.
So sollte die Förderung der thermischen Sanierung von Gebäuden, die dieser Tage ausgelaufen ist, fortgesetzt werden. Neben den Privaten sollte vor allem auch der Staat seine Gebäude sanieren, so Aiginger.
Der Topf für Forschung und Entwicklung im Bereich Umwelttechnologie soll vergrößert werden. Diese Technologien seien im Ausland sehr gefragt und die Nachfrage in arabischen und östlichen Ländern sei groß, sagte Aiginger. Um die Klimaziele zu erreichen, sollten auch die Anreize für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel verstärkt werden. Zur Finanzierung schlägt Aiginger die Streichung des Alleinverdienerfreibetrages für Kinderlose vor. Dies brächte 50 Millionen Euro.
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