Der Touareg gehört gemeinsam mit dem Phaeton zu den Topmodellen des Volkswagen-Konzerns und kostet in der günstigsten Version 50.482 Euro.
Das österreichische Bundesheer kaufte Anfang des Jahres 2008 genau 100 Stück des gediegenen Sports Utility Vehicle (SUV), das sich mit dem Porsche Cayenne die Plattform teilt.
Keine MilitärausführungAngeschafft wurde jedoch nicht die „Frettchen“ genannte Militärausführung, sondern die für den militärischen Einsatz gänzlich ungeeignete Serienversion des Touareg R5 TDI. Der 174 PS starke Touareg R5 TDI ist serienmäßig unter anderem mit 17-Zoll-Alurädern, einer CD-Soundanlage, Lederlenkrad und einer Einparkhilfe bestückt.
Im Gegensatz zum Puch G, der zu den weltweit robustesten und geländetauglichsten Offroadern gehört, bietet der Touareg zwar ebenfalls gute Geländegängigkeit, für den dauerhaften Einsatz in schwierigem Gebiet ist das Luxus-SUV aber nicht konstruiert.
Außerdem werden die Touareg laut Bundesheer ohnehin vorwiegend für Ausbildungs- und Verbindungsfahrten sowie als Erkundungs- und Aufklärungsfahrzeuge genutzt und somit fast ausschließlich auf öffentlichen Straßen bewegt. Die 100 Touareg kosteten insgesamt 3,3 Millionen Euro. Pro Stück zahlte das Bundesheer 33.000 Euro, was einem Rabatt von knapp 35 Prozent entspricht.
Steuergeld verschwendetDazu ein Vergleich: Hätte das Bundesheer bei gleich guten Konditionen 100 VW Golf Variant TDI mit Allradantrieb geordert, hätte sich der Steuerzahler mehr als 1,6 Millionen Euro erspart.
Auch bei den laufenden Kraftstoffkosten wäre eine Golf-Variant-Flotte günstiger: Der Touareg verbraucht im Schnitt um 35 Prozent mehr Diesel als ein Golf Variant TDI 4motion.
Laut Bundesheer handle es sich beim Touareg-Kauf „um eine notwendige Nachbeschaffung von handelsüblichen geländegängigen Fahrzeugen, bei dem sparsames Wirtschaften im Vordergrund stand“.
Nachdem heeresintern ein Anforderungskatalog für den Puch-G-Ersatz erstellt worden war, ermittelte die Bundesbeschaffungsagentur den Touareg als „bestgeeigneten Fahrzeugtyp“.
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