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Wirte suchen 2000 Mitarbeiter

LINZ. hotspots-Obmann Johannes Roither rät zur Zusammenarbeit via Personal-Sharing

Wirte suchen 2000 Mitarbeiter

hotspots-Obmann Roither Bild: (Haas)

Seit 2013 ist die Anzahl der Beschäftigten in Oberösterreichs Gastronomiebetrieben auf fast 22.000 Mitarbeiter angewachsen. "Damit hat unsere Branche um 4600 mehr unselbständige Arbeitskräfte als 2010", sagt Thomas Mayr-Stockinger, Fachgruppenobmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Der Haken an der Sache: Es fehlen noch 2000 Leute.

Obwohl Traditionswirtshäuser wegen verschiedener Ursachen ums Überleben kämpfen, sieht der Fachgruppenobmann mit Blick auf die Mitgliederstatistik "erfreuliche Signale dafür, dass eine Karriere als Wirt immer noch interessant" sei. Während von 2001 bis 2015 die Zahl der Gastronomen in Oberösterreich um neun Prozent auf 5900 Fachgruppenmitglieder gesunken sei, zeichne sich seit dem Vorjahr eine Trendwende ab. Bis Ende 2016 sei die Zahl der Gewerbeberechtigungen auf 6144 gestiegen. "Aktuell haben wir 6215 aktive Mitgliedsbetriebe. Die Tendenz zeigt auch heuer nach oben", sagt Mayr-Stockinger.

Großer Strukturwandel

Allerdings durchlebe die Gastronomie einen großen Strukturwandel. Es gehe in Richtung Szene- und Fast-Food-Lokale, während viele Traditionsgasthäuser unter die Räder kämen. In der Rentabilität und der überbordenden Bürokratie ortet Mayr-Stockinger nach wie vor die größten Hürden. Die Kosten für Löhne und Gehälter der Beschäftigten hätten mit 40 Prozent jene des Wareneinsatzes (18 bis 35 Prozent) überholt.

"Selbstverständlich sollen Mitarbeiter ordentlich verdienen", bekräftigt Johannes Roither, Obmann der Wirtevereinigung hotspots. Aber die Wirte müssten gegensteuern, indem sie ihre Personalstrukturen straffen oder mehr in Richtung Selbstbedienung gehen. "Oder wir schlagen die andere Richtung ein, indem Qualität wieder mehr kosten darf", ergänzt Mayer-Stockinger.

Personalressourcen teilen

Im Hinblick auf den Personalmangel im Gastgewerbe rät Roither zur Kooperation: Die Wirte sollten die Möglichkeit des Personal-Sharings in Betracht ziehen. Roither selbst praktiziere das in seinen vier Betrieben, zu dem auch das Cubus im Ars Electronica Center gehört. Im Salzkammergut könnten sich etwa die in der Sommersaison geöffneten Betriebe mit jenen in den Wintersportgebieten austauschen. (sail)

Lesen Sie mehr in den Karriere-Nachrichten am Samstag und auf karriere.nachrichten.at

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Artikel (sail) 07. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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