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Wie die Digitalisierung den Tourismus verändert: "Daten sind das neue Gold"

LINZ. Junge Reisende sollen vermehrt in ihrer Kommunikationswelt angesprochen werden.

Wie die Digitalisierung den Tourismus verändert: "Daten sind das neue Gold"

Auch Mitarbeiter in Betrieben müssen für Digitales geschult werden. Bild: colourbox.de

"Es geht um die Zukunft einer der Leitbranchen unseres Landes", sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer (VP) bei den 1. Österreichischen Tourismustagen, die am Montag und Dienstag in Linz stattfanden. In fünf Jahren werde mehr als die Hälfte aller Reservierungen im Tourismus von "Digital Natives" vorgenommen werden. Das sind Menschen, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind. Mahrer: "Wenn wir die nicht über ihre Kanäle ansprechen, können wir zusperren."

Trotzdem liege eine "goldene Zukunft" vor der Branche. "Die Betriebe müssen die Chancen erkennen und sich auf eigene Beine stellen", so der Minister. In Österreich gibt es deshalb eine "Digitalisierungsstrategie" für den Tourismus. In ihr sind fünf Prinzipien der digitalen Transformation enthalten: Netzwerken statt Kirchturmdenken bei den Betrieben, Wünsche und Bedürfnisse des Gastes verstärkt in den Mittelpunkt stellen, Daten sammeln, auswerten und nutzen, sich für Innovationen öffnen sowie die Dienstleistung verbessern.

Die Strategie umfasst 40 Seiten, enthält 22 Handlungsmaßnahmen und wurde in Linz erstmals präsentiert. Ausgearbeitet haben sie das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, die Wirtschaftskammer und die Österreich Werbung.

Sehnsucht nach Traditionellem

Bei einer Diskussionsrunde besprachen Experten, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den Alltag der Tourismusbetriebe haben könnte. "Daten sind das neue Gold", meinte Petra Stolba, Chefin der Österreich Werbung.

Unternehmen müssten danach trachten, Daten ihrer Kunden selbst bestmöglich zu verwerten und nicht bloß Großkonzernen wie Google zu überlassen. Petra Nocker-Schwarzenbacher, Bundesobfrau der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, sagte, dass auch Mitarbeiter für Digitales geschult werden müssten. Wer sich dem verwehre, werde in Zukunft nicht mithalten können.

Einig waren sich die Experten, der Trend zur Digitalisierung löse beim Konsumenten eine gestiegene Sehnsucht nach Traditionellem aus. Es gehe im Endeffekt immer noch darum, eine "persönlich berührende Gastfreundschaft" aufzubauen, das sei kein Widerspruch zur Digitalisierung. Nocker-Schwarzenbacher: "Ich hoffe nicht, dass das Wiener Schnitzel künftig einmal digitalisiert wird."

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Artikel Martin Roithner 13. September 2017 - 00:04 Uhr
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