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Wacker Neuson: Gewinn um fast ein Viertel gesunken

MÜNCHEN. Der Gewinn des Münchener Baugeräteherstellers Wacker Neuson ist im Geschäftsjahr 2015 deutlich eingebrochen. Der Konzern begründet den starken Rückgang mit Preisdruck sowie Problemen in den Schwellenmärkten.

Wacker Neuson: Gewinn um fast ein Viertel gesunken

Der Umsatz ist leicht gestiegen. Bild: Werk

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um 24 Prozent auf 103,6 Millionen Euro zurück. Begründet wird das vom Unternehmen in einer Aussendung mit den "krisengebeutelten Schwellenmärkten und Industrien" sowie einem "zunehmenden Preis- und Margendruck".

Der Umsatz des Unternehmens ist um sieben Prozent auf 1,38 Milliarden Euro gestiegen, wechselkursbereinigt lag der Anstieg bei drei Prozent. Damit wurde eine Ebit-Marge von 7,5 Prozent erwirtschaftet, ein Minus von 3,1 Prozentpunkten. Die Zahlen kamen wenig überraschend, sie erfüllen die im Oktober nach unten revidierte Prognose. Ursprünglich wurden 9,5 bis 10,5 Prozent Ebit-Marge erwartet.

Der Umsatzanstieg sei vor allem auf das erste Halbjahr zurückzuführen, während sich das Bild in der zweiten Jahreshälfte deutlich eingetrübt habe.

Belastend wirkten für den Konzern die niedrigen Rohstoffpreise, von denen wichtige Absatzmärkte wie Brasilien, Chile, Russland, Südafrika, Kanada, die USA und Australien getroffen wurden.

Obwohl sich im zweiten Halbjahr das Geschäft mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen verschlechterte, blieben die Kompaktmaschinen mit einem Plus von 15 Prozent der Umsatztreiber. Der Umsatz mit Baugeräten ging um ein Prozent zurück – wechselkursbereinigt um neun Prozent. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen verzeichnete Wacker Neuson ein Umsatzplus von vier Prozent.

Vorsichtiger Ausblick

Auf das Jahr 2016 blickt Wacker Neuson mit gedämpften Erwartungen. "Leider hat sich das schwache Wachstum aus dem vierten Quartal fortgesetzt", wird Konzernchef Cem Peksaglam zitiert. Der Konzern werde noch striktere Kostenkontrolle und -optimierung durchführen, kündigte Peksaglam an. Mittelfristig erwarte Wacker Neuson davon jährliche Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich.

Heuer soll der Umsatz auf 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro steigen, die Ebit-Marge konstant bleiben.

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Artikel 16. März 2016 - 00:04 Uhr
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