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Verbund-Gewinn sinkt, Ausschüttung steigt

WIEN. Auf Grund von Einmaleffekten reduzierte sich das Konzernergebnis von Österreichs Stromkonzern Verbund um 29 Prozent auf 301,4 Millionen Euro. Die Dividende soll auf 0,42 Euro je Aktie aber kräftig angehoben werden. 2016 wurden 0,29 Euro je Aktie ausbezahlt.

Eine gute operative Ergebnisentwicklung und eine erfolgreiche Entschuldung schafften die Basis für eine höhere Dividende, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Umsatz des zu 51 Prozent staatlichen Verbund legte im Vorjahr um 4,2 Prozent auf 2,913 Mrd. Euro zu.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 11,7 Prozent auf 922,3 Mio. Euro zurück. Diese Effekte ergaben sich vor allem aus Wertminderungen bzw. Wertaufholungen im Kraftwerksbereich, aus dem Verkauf von Anteilen an der E-Mobilitätstochter Smatrics GmbH & Co KG sowie der Bewertung einer Anteilsrückgabeverpflichtung für das Kraftwerk Jochenstein. Um diese Effekte bereinigt steig das Ebitda leicht. 

Weniger Strom aus Wasserkraft

Der Verbund hat im Vorjahr mehr Strom erzeugt. Einer leicht rückläufigen Produktion aus Wasserkraft standen dabei ein kräftiger Zuwachs der thermischen Erzeugung im Gaskraftwerk Mellach sowie ein Plus bei der Windkraft gegenüber, geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Grund für die höhere Wärmekrafterzeugung war der verstärkte Kraftwerkseinsatz für das Engpassmanagement zur Stromnetz-Stabilisierung.

Die Eigenerzeugung erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 32.866 Gigawattstunden (GWh). Dabei ging die Erzeugung aus Wasserkraft um 0,4 Prozent auf rund 29.700 GWh zurück. Die Stromproduktion aus Windkraft legte um 14 Prozent auf 952 GWh zu. Bei der Wärmekrafterzeugung gab es einen deutlichen Zuwachs um 64,8 Prozent auf 2.227 GWh. Im Steinkohlekraftwerk Mellach, das vor der Schließung steht, stieg die Produktion um 7,2 Prozent auf 761 GWh Strom. Die Fernwärmeerzeugung legte um 3,7 Prozent auf 943 GWh zu.

Mehr Kunden als im Vorjahr

Erneute Zuwächse gab es bei den Privatkunden. Die Zahl der Strom- und Gaskunden im Bereich Haushalte, Landwirtschaft und Gewerbe stieg um 55.000 auf 447.000.

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 erwartet der Verbund auf Basis einer durchschnittlichen Wasserkrafterzeugung ein Ebitda von rund 850 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von rund 300 Mio. Euro. Im Durchschnitt des Jahres beschäftigte das Unternehmen 2819 Personen.

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Artikel nachrichten.at/APA 14. März 2018 - 11:37 Uhr
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