Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 25. Juni 2016, 18:01 Uhr

Linz: 32°C Ort wählen »
 
Samstag, 25. Juni 2016, 18:01 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Trotz solider Ergebnisse will voestalpine mehr sparen

WIEN/LINZ. Geschäftsverlauf: Mit Ausnahme der Lieferungen an die Öl- und Gasindustrie ist der Konzern gut ausgelastet.

Trotz solider Ergebnisse will voestalpine mehr sparen

Bei mehreren jungen Anlagen sollen die laufenden Produktionskosten gekürzt werden. Bild: Werk

"Es geht uns unverändert gut", stellte Wolfgang Eder, der Generaldirektor der Linzer voestalpine am Beginn einer Telefonkonferenz aus Anlass der Ergebnisvorlage nach drei Geschäftsquartalen fest. Der Umsatz stieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,4 Milliarden Euro. Alle Ergebniskategorien haben sich verbessert – wobei die Vollkonsolidierung von zwei Gesellschaften einen besonderen Schub gegeben hat. Dank dieser ertragsstarken Firmen werde auch das Vorjahresergebnis übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 629 Millionen Euro, die Gewinnmarge (bezogen auf das Ebit) stieg von sieben auf 7,3 Prozent.

Dennoch wird der Konzern – wie berichtet – sein Sparprogramm verschärfen. Heuer sollen zu dem mehrjährigen Kostensenkungsprogramm von 900 Millionen Euro weitere 100 Millionen dazukommen. Über Details wollte Eder noch nicht reden. Auf Nachfrage sagte er, die Divisionen Steel (also primär die Gesellschaften in Linz) und Metalforming (die Profilfertigung mit Zentrale in Krems sowie die Automotiv-Zulieferer) würden zwei Drittel liefern. "Dabei geht es nicht um Personalabbau, sondern um Effizienzsteigerungen." So sei bei vergleichsweise neuen Anlagen einiges an Optimierung möglich. "Etwa im Automotiv-Bereich, wo wir nicht angenommen haben, dass da noch so viel drinnen ist."

Auch das Durchforsten von Abläufen liefere Sparansätze. "Das ist hochkomplex und anspruchsvoll, dafür relativ kurzfristig realisierbar", sagte der Konzernchef.

Zu Strukturanpassungen komme es in mehreren internationalen Gesellschaften, die stark an der Öl- und Gasindustrie hängen. Eder erwartet im gesamten Jahr keine Erholung.

Mehr Hoffnung hat Eder, dass auf der europäischen Ebene Anti-Dumping-Zölle eingeführt würden. Nächste Woche könnten in Brüssel die Weichen für Voruntersuchungen für wichtige Produkte wie warmgewalztes Band, Grobblech und verzinktes Band gestellt werden. Wichtig sei, möglichst rasch zu Entscheidungen zu kommen. Eder, der auch Weltstahlpräsident ist, sagte, er habe den Eindruck, "die Bemühungen einer Reihe von Ländern zeigen langsam Wirkung". Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat – wie sechs andere Landesvertreter – ebenfalls einen Brief an die EU-Kommission geschrieben.

Kommentare anzeigen »
Artikel 11. Februar 2016 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Österreichs Rating bei allen Instituten auf zweitbester Note

WIEN. Nun hat Österreich bei allen drei großen Ratingagenturen die jeweils zweitbeste Note.

Cross geht als KTM Industries in Zürich an die Börse

WELS. KTM Industries: Heuer Rekordinvestition von 130 Millionen Euro, davon 90 Prozent in Österreich

CNH-Traktorfabrik nach St. Valentin? Fiat sieht Entscheidung als verfrüht an

LONDON/LINZ/SANKT VALENTIN. Unternehmen mit Aktivitäten in England wollen erst weitere Entwicklung abwarten.

Kleinwasserkraft aus dem Mühlviertel geht nach Indonesien und Chile

NIEDERRANNA/WILDON. Gesellschafter Gilbert Frizberg übernimmt Mehrheit bei Global Hydro Energy.

Efko versteht das Wachsen

EFERDING/HINZENBACH. Vor 75 Jahren Grundstein für starke Lebensmittelmarke gelegt.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!