Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 10. Dezember 2016, 09:53 Uhr

Linz: 3°C Ort wählen »
 
Samstag, 10. Dezember 2016, 09:53 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Trotz solider Ergebnisse will voestalpine mehr sparen

WIEN/LINZ. Geschäftsverlauf: Mit Ausnahme der Lieferungen an die Öl- und Gasindustrie ist der Konzern gut ausgelastet.

Trotz solider Ergebnisse will voestalpine mehr sparen

Bei mehreren jungen Anlagen sollen die laufenden Produktionskosten gekürzt werden. Bild: Werk

"Es geht uns unverändert gut", stellte Wolfgang Eder, der Generaldirektor der Linzer voestalpine am Beginn einer Telefonkonferenz aus Anlass der Ergebnisvorlage nach drei Geschäftsquartalen fest. Der Umsatz stieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,4 Milliarden Euro. Alle Ergebniskategorien haben sich verbessert – wobei die Vollkonsolidierung von zwei Gesellschaften einen besonderen Schub gegeben hat. Dank dieser ertragsstarken Firmen werde auch das Vorjahresergebnis übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 629 Millionen Euro, die Gewinnmarge (bezogen auf das Ebit) stieg von sieben auf 7,3 Prozent.

Dennoch wird der Konzern – wie berichtet – sein Sparprogramm verschärfen. Heuer sollen zu dem mehrjährigen Kostensenkungsprogramm von 900 Millionen Euro weitere 100 Millionen dazukommen. Über Details wollte Eder noch nicht reden. Auf Nachfrage sagte er, die Divisionen Steel (also primär die Gesellschaften in Linz) und Metalforming (die Profilfertigung mit Zentrale in Krems sowie die Automotiv-Zulieferer) würden zwei Drittel liefern. "Dabei geht es nicht um Personalabbau, sondern um Effizienzsteigerungen." So sei bei vergleichsweise neuen Anlagen einiges an Optimierung möglich. "Etwa im Automotiv-Bereich, wo wir nicht angenommen haben, dass da noch so viel drinnen ist."

Auch das Durchforsten von Abläufen liefere Sparansätze. "Das ist hochkomplex und anspruchsvoll, dafür relativ kurzfristig realisierbar", sagte der Konzernchef.

Zu Strukturanpassungen komme es in mehreren internationalen Gesellschaften, die stark an der Öl- und Gasindustrie hängen. Eder erwartet im gesamten Jahr keine Erholung.

Mehr Hoffnung hat Eder, dass auf der europäischen Ebene Anti-Dumping-Zölle eingeführt würden. Nächste Woche könnten in Brüssel die Weichen für Voruntersuchungen für wichtige Produkte wie warmgewalztes Band, Grobblech und verzinktes Band gestellt werden. Wichtig sei, möglichst rasch zu Entscheidungen zu kommen. Eder, der auch Weltstahlpräsident ist, sagte, er habe den Eindruck, "die Bemühungen einer Reihe von Ländern zeigen langsam Wirkung". Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat – wie sechs andere Landesvertreter – ebenfalls einen Brief an die EU-Kommission geschrieben.

Kommentare anzeigen »
Artikel 11. Februar 2016 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Warum Raiffeisen ohne Spitzeninstitut auskommt

LINZ. RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller über die neue Struktur "der starken eigenständigen Landesbanken".

Harte Zeiten für Sparer, Gewinne für Aktionäre

LINZ/WIEN. Während die EZB ihre Nullzinspolitik fortsetzt, klettern die Kurse an den Börsen immer weiter ...

Jeder siebente Industriebetrieb plant, Produktion ins Ausland zu verlagern

WIEN. Österreichs Großunternehmen kritisieren Bürokratie und lange Behördenwege.

"Das System der Fleischproduktion ist krank"

MICHAELNBACH. "Gourmetfein"-Chef Fritz Floimayr kritisiert die Massentierhaltung und den bedingungslosen ...

40.000 Behebungen pro Monat: Top-Bankomat in der PlusCity

LINZ. Bargeld bleibt wichtig: Die stärksten Bankomat-Standorte Oberösterreichs sind in Einkaufszentren und ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!