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Sinkende Zuckerpreise drücken Agrana-Ergebnis

WIEN. Der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzerns Agrana musste in den ersten drei Quartalen seines Geschäftsjahres einen starken Rückgang im Konzernergebnis hinnehmen - bei fast stabilem Umsatz. Grund sind die niedrigen Zucker-Verkaufspreise.

Preistief bei Zucker belastet

Agrana-Chef Johann Marihart (APA) Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Der Konzernumsatz der Agrana Beteiligungs-AG nahm in den ersten drei Quartalen 2015/16 mit 1,908 Milliarden Euro eine fast stabile Entwicklung (Vorjahr: 1,914 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis lag mit 108,8 Millionen Euro  um 12,5 % unter dem Vorjahr. Als Lichtblick sieht die Konzernführung, dass im dritten Quartal bereits wieder ein Ergebnis (Ebit)-Anstieg um 7,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielt wurde.

,,Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres standen unverändert im Zeichen schwieriger Zucker-Marktbedingungen. Anhaltend niedrige, aber nicht weiter gesunkene Verkaufspreise drückten auf Umsatz und Ergebnis", sagte Vorstandsvorsitzender Johann Marihart.

Ausblick für Gesamtjahr

Die Gruppe erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 weiterhin von einer stabilen Entwicklung beim Konzernumsatz aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) erwartet der Konzern aufgrund einer gestiegenen Preiserwartung bei Bioethanol, gesunkener Rohstoffpreise und eines zumindest ausgeglichenen Zuckerergebnisses im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg.

Rund 9000 Mitarbeiter erwirtschaften an weltweit über 50 Produktionsstandorten einen Konzernumsatz von ca. 2,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen wurde 1988 gegründet und ist laut Eigenangaben heute das führende Zuckerunternehmen in Zentral- und Osteuropa,  sowie im Segment Stärke ein bedeutender Produzent von Spezialprodukten in Europa. Die Agrana ist  größter Hersteller von Bioethanol in Österreich. Außerdem gilt der Konzern als  größter europäischer Produzent von Fruchtsaftkonzentraten.

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Artikel 13. Januar 2016 - 08:10 Uhr
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