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Siemens: Umstrittener Betriebsrat gibt auf

MÜNCHEN. Siemens-Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler verzichtet nach dem Wirbel um sein Gehalt nun doch auf die umstrittene Verlängerung seines Vertrages.

Siemens: Umstrittener Betriebsrat gibt auf

Betriebsrat Lothar Adler Bild: (Siemens)

Adler, der im Mai 65 Jahre alt wird, scheidet jetzt mit Erreichen der regulären Altersgrenze Ende Mai 2014 bei Siemens als Beschäftigter und aus dem Aufsichtsrat aus. Adler wollte ursprünglich noch einige Monate weiter arbeiten. Er wollte bis zur Hauptversammlung im Februar 2015 Siemens-Mitarbeiter bleiben – und sich erst dann auch aus dem Aufsichtsrat verabschieden, für den er bis 2017 gewählt sei.

Adler hatte eine Weiterbeschäftigung über das 65. Lebensjahr hinaus beantragt. Dieser Wunsch hatte zu heftigen Turbulenzen geführt. Die damals für das Personal des Technologiekonzerns zuständige Brigitte Ederer hat die Weiterbeschäftigung abgelehnt und ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses sah Adlers Ansinnen ebenfalls kritisch.

Intrigen in München

Der Betriebsrat hat dann den Aufstieg von Joe Kaeser zum neuen Konzern-Boss im Aufsichtsrat forciert. Ederer sollte dafür aber gehen. Die Wienerin schied per Ende September vorzeitig aus dem Siemens-Konzern aus.

Dann wurde das bis zu 300.000 Euro hohe Gehalt Adlers in den Medien bekannt, was bei Siemens zu einer internen Untersuchung geführt hat. Adler stellt das so dar: Er habe nach seiner Wahl an die Spitze des Betriebsrats Siemens gebeten, ein den Regeln der guten Unternehmensführung entsprechendes Gehalt zu ermitteln und habe keinen Anlass, an der Rechtmäßigkeit des festgelegten Gehalts zu zweifeln.

Das Thema ist damit aber nicht ausgestanden. Siemens beurlaubte nach Bekanntwerden der Gehaltserhöhung den Personalchef von Siemens Deutschland, die Untersuchungen zu den Umständen der angeblichen Gehaltserhöhung bei Adler sind noch nicht abgeschlossen. Involviert in die Entscheidung über das Gehalt waren neben dem damaligen Konzernchef Peter Löscher auch der aktuelle Industrie-Vorstand Siegfried Russwurm, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf interne E-Mails.

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Artikel 22. November 2013 - 00:04 Uhr
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