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Selbstbedienung beim Bundesheer: Wifo will sparen

WIEN. Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo), Karl Aiginger, hält das Bundesheer für einen „absoluten Selbstbedienungsladen“ mit einer halben Milliarde Euro an Einsparungspotenzial – unabhängig von der gestrigen Volksbefragung.

In der ORF-Pressestunde verwies Aiginger auf diverse Rechnungshofberichte zum Heer. Es gebe mehr Offiziere und Unteroffiziere als Grundwehrdiener, unausgelastete Militärspitäler und Mitarbeiter, die nichts zu tun hätten oder über ihrer Qualifikation bezahlt würden. „Das ist ein Körper, der sich verselbstständigt hat“, kritisierte er. Die einsparbare halbe Milliarde „hätte ich schon gern, entweder für eine Steuerreform oder mehr Kinderbetreuung“.

Keine Inflationsgefahr

Puncto Teuerung ist der Ökonom eher gelassen. Drei von vier Inflationsursachen seien derzeit nicht gegeben: Weder drucke die Notenbank (EZB) derzeit zu viel Geld, noch seien die Lohnerhöhungen oder die Nachfrage zu hoch. „Ein Prozent Wachstum ist nicht inflationstreibend.“ Das „größte Ärgernis“ der Teuerung sei, dass sie die Nominalsteigerungen entwertet, so Aiginger. 2012 sei so ein reales Minus herausgekommen. Das Wifo erwartet für heuer eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent, nach 2,4 Prozent 2012 und 3,3 Prozent 2011. Preistreiber sind laut Aiginger die steigenden Energiekosten.

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Artikel 21. Januar 2013 - 00:04 Uhr
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