Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 24. Mai 2015, 17:07 Uhr

Linz: 13°C Ort wählen »
 
Sonntag, 24. Mai 2015, 17:07 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Selbstbedienung beim Bundesheer: Wifo will sparen

WIEN. Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo), Karl Aiginger, hält das Bundesheer für einen „absoluten Selbstbedienungsladen“ mit einer halben Milliarde Euro an Einsparungspotenzial – unabhängig von der gestrigen Volksbefragung.

In der ORF-Pressestunde verwies Aiginger auf diverse Rechnungshofberichte zum Heer. Es gebe mehr Offiziere und Unteroffiziere als Grundwehrdiener, unausgelastete Militärspitäler und Mitarbeiter, die nichts zu tun hätten oder über ihrer Qualifikation bezahlt würden. „Das ist ein Körper, der sich verselbstständigt hat“, kritisierte er. Die einsparbare halbe Milliarde „hätte ich schon gern, entweder für eine Steuerreform oder mehr Kinderbetreuung“.

Keine Inflationsgefahr

Puncto Teuerung ist der Ökonom eher gelassen. Drei von vier Inflationsursachen seien derzeit nicht gegeben: Weder drucke die Notenbank (EZB) derzeit zu viel Geld, noch seien die Lohnerhöhungen oder die Nachfrage zu hoch. „Ein Prozent Wachstum ist nicht inflationstreibend.“ Das „größte Ärgernis“ der Teuerung sei, dass sie die Nominalsteigerungen entwertet, so Aiginger. 2012 sei so ein reales Minus herausgekommen. Das Wifo erwartet für heuer eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent, nach 2,4 Prozent 2012 und 3,3 Prozent 2011. Preistreiber sind laut Aiginger die steigenden Energiekosten.

Kommentare anzeigen »
Artikel 21. Januar 2013 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Griechenland kann Zahlung an IWF im Juni nicht leisten

ATHEN. Griechenland wird nach Worten von Innenminister Nikos Voutsis die im kommenden Monat anstehende ...

Mayr-Melnhof sperrt sein Werk in Gunskirchen zu

GUNSKIRCHEN. Schachtelproduktion: 135 Mitarbeiter verlieren bis Jahresende ihre Jobs – ein ...

Fragwürdige Auflagen bei Sanierung verteuern Mieten um gut zehn Prozent

LINZ. Regelungswahn: Verpflichtende Feuerleitern, Stell- und Spielplätze, niedrigere Stufen.

Warten auf Investitionen und neue Arbeitsplätze

LINZ. Oberösterreichische Firmen planen eine Reihe von Werksausbauten.

"Die Russland-Sanktionen sind wirkungslos"

LINZ. Die Wirtschaft leide, aber zur Lösung der Krise habe der Boykott nichts gebracht, sagt ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!