In der ORF-Pressestunde verwies Aiginger auf diverse Rechnungshofberichte zum Heer. Es gebe mehr Offiziere und Unteroffiziere als Grundwehrdiener, unausgelastete Militärspitäler und Mitarbeiter, die nichts zu tun hätten oder über ihrer Qualifikation bezahlt würden. „Das ist ein Körper, der sich verselbstständigt hat“, kritisierte er. Die einsparbare halbe Milliarde „hätte ich schon gern, entweder für eine Steuerreform oder mehr Kinderbetreuung“.
Keine Inflationsgefahr
Puncto Teuerung ist der Ökonom eher gelassen. Drei von vier Inflationsursachen seien derzeit nicht gegeben: Weder drucke die Notenbank (EZB) derzeit zu viel Geld, noch seien die Lohnerhöhungen oder die Nachfrage zu hoch. „Ein Prozent Wachstum ist nicht inflationstreibend.“ Das „größte Ärgernis“ der Teuerung sei, dass sie die Nominalsteigerungen entwertet, so Aiginger. 2012 sei so ein reales Minus herausgekommen. Das Wifo erwartet für heuer eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent, nach 2,4 Prozent 2012 und 3,3 Prozent 2011. Preistreiber sind laut Aiginger die steigenden Energiekosten.
Kaum haben die Österreicher für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt, auch weil dies das Budget deutlich geringer belastet als ein Berufsheer, werden von Politikern schon wieder Stimmen laut, welche wieder von Reformen mit großem Budgetbedarf sprechen, obwohl sowohl Rechnungshof als auch Experten wie Prof. Aiginger vom WIFO große Einsparungsmöglichkeiten beim Bundesheer in Höhe von 1/2 Mrd. € feststellen. Zeigen Sie den Politikern, was das Volk will: Reformen beim Bundesheer: JA, aber auch Kosten reduzieren durch die längst überfällige Beseitigung großer Missstände und Ineffizienzen: Nehmen Sie teil an folgender Umfragen:
Beim Bundesheer 1/2 Milliarde € nach Rechnungshofempfehlungen einsparen?
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Sollen die Kosten des Bundesheeres auf 0.72% des BIP limitiert und die Offiziersanzahl auf die Quote von Deutschland reduziert werden?
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