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Roboter und Drohnen dominieren auf der Technologiemesse Cebit

HANNOVER. Die IT-Leistungsschau macht den digitalen Wandel mit konkreten Beispielen erlebbar.

Roboter und Drohnen dominieren auf der Technologiemesse Cebit

Der menschenähnliche Roboter Pepper legt vor Besuchern eine kleine Tanzeinlage hin. Bild: Reuters

Wer die gestern eröffnete Computermesse Cebit in Hannover besucht, dem wird gewiss ein brusthoher weißer Roboter über den Weg laufen. Pepper, so der Name des menschenähnlichen Roboters, stammt aus dem heurigen Cebit-Partnerland Japan und avancierte von Anbeginn zum heimlichen Star der IT-Leistungsschau, die bis Freitag rund 200.000 Besucher anziehen soll.

Pepper und seine baugleichen Kollegen begegnen Menschen in Japan bereits öfter. Er berät beispielsweise in den japanischen Filialen des Kaffeekapsel-Herstellers Nescafé Kunden. Manchmal macht er dabei einen Scherz, weil er die Mimik seines menschlichen Gegenübers erkennen kann und so zum Beispiel weiß, ob der Mensch traurig, fröhlich, wütend oder neutral gestimmt ist. Die Cebit-Veranstalter stellen heuer den digitalen Wandel in den Vordergrund, allerdings so, dass dieser mit konkreten Beispielen anfassbar und erlebbar wird. Der Fokus der Messe liegt darauf, wie die großen Trends der Digitalisierung von Unternehmen genutzt werden können. "Die Digitalisierung beeinflusst unsere Wirtschaft so stark wie kaum etwas anderes", betonte auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Eröffnungsrede.

VW testet Lösung gegen Staus

Vernetzung, der Wandel vom Internet der Menschen zum Internet der Dinge, künstliche Intelligenz: Unternehmen und Bürger müssen sich angesichts des digitalen Wandels mit einer langen Liste an Themen beschäftigen. Auch das autonome Fahren ist heuer Thema auf der Cebit. Damit verbunden ist die digitale Verkehrsplanung.

Volkswagen treibt den Kampf gegen Staus in Städten mit Hilfe von Quantencomputern voran. Am Beispiel Peking, einer Stadt, die permanent Stau-Probleme kennt, wird auf der Cebit gezeigt, wie per Quantencomputer-Technologie Staus aufgelöst werden. Das geschieht, indem alle Autos in einem bestimmten Areal eine eigene, optimierte Route erhalten. Das erfordert Berechnungen fast in Echtzeit. Ab Anfang 2018 solle das Verfahren in Barcelona mit mehreren Hundert Autos getestet werden, kündigte Martin Hofmann, IT-Chef bei VW, an.

IBM wiederum setzt mit seinem Computersystem Watson auf den intelligenten Bus und den personalisierten Nahverkehr. Der autonome Kleinbus "Olli", der in Las Vegas, Washington und Berlin getestet wird, spricht mit Fahrgästen und berechnet optimale Routen.

Sicherheit gewinnt mit zunehmender Datennutzung enorm an Bedeutung. Viele Unternehmen zeigen auf der Cebit, wie wichtig der Schutz sensibler Daten ist.

Drohnen für Wartungen

Der Wandel zeigt sich auch bei Intel: Ist der Konzern den meisten Menschen als Chiphersteller für PCs ein Begriff, präsentiert er sich in Hannover mit einem eigenen Drohnenpark. Mit intelligenten Sensoren sollen die Geräte ohne menschliche Steuerung navigieren können und so etwa für Wartungsarbeiten eingesetzt werden.

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Artikel OÖN 21. März 2017 - 00:04 Uhr
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