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Postler-Streik schon nächste Woche? Vorstand zeigt sich wenig beeindruckt

WIEN. Briefträger wollen geplante Ausweitung ihrer Zustellgebiete nicht hinnehmen

Postler-Streik schon nächste Woche? Vorstand zeigt sich wenig beeindruckt

Der Jänner ist in jeder Hinsicht ein hartes Monat für die Briefträger, die sich aber auch im Rest des Jahres unter immer größer werdendem Druck sehen. Bild: OON

Die Österreichische Post steuert auf einen Arbeitskampf zu. Die Belegschaftsvertretung hat dem Brief-Vorstand Walter Hitziger ein „Ultimatum“ bis gestern, Freitag, gestellt, Pläne für eine Ausweitung der Zustellgebiete zurückzunehmen.

Der ließ über Post-Sprecher Michael Homola gestern ausrichten: „Die Post lässt sich kein Ultimatum setzen.“ Man sei aber weiter gesprächsbereit und erwarte diese Gespräche auch.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF), Helmut Köstinger, gibt sich aber kampfbereit. „Wir müssen dem Vorstand die Grenzen aufzeigen“, sagt er im Gespräch mit den OÖNachrichten. Die Streikfreigabe hat sich die GPF schon am Donnerstag vom Gewerkschaftsbund geholt. Am Dienstag kommen die Landesvorsitzenden der Gewerkschaft nach Wien. „Dabei werden wir beschließen, was wann wo passieren wird“, sagt Köstinger. Die Pläne dafür habe man schon.

Viel Zeit wollen die Gewerkschafter dabei nicht verlieren, denn die umstrittenen Maßnahmen des Postvorstandes sollen bereits mit 1. Februar umgesetzt werden.

Der Hintergrund: Seit 1. Jänner haben die rund 8800 Briefträger ein neues Arbeitszeitmodell, bei der die tatsächlich geleistete Arbeitszeit erhoben wird. Um die Zustellgebiete neu zu definieren, sei dieser Zeitraum zu kurz, sagen die Gewerkschafter. Man müsste mindestens drei Monate warten, um tatsächlich aussagekräftige Daten zu bekommen.

Der Postvorstand argumentiert hingegen mit dem seit Jahren sinkenden Briefaufkommen. Jene Zustellgebiete, die jetzt neu „geschnitten“ werden sollen, wie es im Post-Jargon heißt, seien seit drei Jahren nicht mehr verändert worden. Diese Maßnahme habe nichts mit der neuen Zeiterfassung zu tun und werde jedes Jahr im Februar durchgeführt.

Briefträger „am Limit“

Dass sich die Briefträger derzeit überlastet fühlen, dafür habe er Verständnis, sagte Postsprecher Homola. Dezember und Jänner seien immer besonders anstrengende Monate für die Zusteller. Das neue Arbeitszeitmodell gehe aber von einem Jahresdurchschnittswert von acht Stunden pro Tag aus. Im Sommer sei die Belastung dann deutlich niedriger.

Post-Gewerkschafter Köstinger sieht hingegen die Briefträger schon „am Limit“. Zusätzliche Belastung durch größere Zustellrayone sei nicht tragbar.

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Artikel (hn) 19. Januar 2013 - 00:04 Uhr
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