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Post baut knapp 1.000 Mitarbeiter ab

WIEN. Die Österreichische Post setzt den Abbau ihrer beamteten Mitarbeiter auch 2010 fort. Im Vorjahr wurden 1.081 Stellen gestrichen, heuer sollen es 800 bis 900 sein.

Bild: post ag

Der Großteil davon soll durch natürliche Fluktuation ausscheiden, ein Teil soll in den Verwaltungsapparat der Polizei wechseln, so Postchef Georg Pölzl am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz.

150 Postler im Polizeidienst

Derzeit befinden sich ca. 150 Postler bei der Polizei, rund 500 Beschäftigte sind im "Karriere- und Entwicklungscenter (KEC)" freigestellt, wovon mehr als die Hälfte gelegentlich Arbeit hat. Detail am Rande: Im Geschäftsbericht 2009 wird dieses KEC als "die New Placement-Einheit der Österreichischen Post" bezeichnet. Von den rund 21.000 Postlern in Österreich ist etwas mehr als die Hälfte beamtet und daher unkündbar. Der Sozialplan der vergangenen Jahre soll angepasst weiterlaufen.

Pölzl erwartet sich heuer vor allem im Filialnetz einen Personalabbau, der Anteil der Post-Partner (Kaufhäuser, Gemeindeämter, etc.) soll weiter ausgebaut werden. Hier gebe es auch reges Interesse von Seiten der ländlichen Kaufmannschaft. Auffallend ist: Die Produkte, die nur im klassischen Postamt angeboten werden (Finanzdienstleistungen, Handelswaren), mussten deutlich geringere Einbußen hinnehmen als Brief und Paket.

"Stabiles Wachstum" bei Paketen

Ein zweischneidiges Schwert bleibt das Internet. Einerseits verringern E-Mails das Briefaufkommen, andererseits erhöht Online-Shopping den Paketumsatz. "Wir haben beim Privatkundenpaket ein stabiles Wachstum", so Pölzl. Wie überhaupt die Post heute ein "ordentliches Ergebnis" präsentiert habe. "Unsere Einsparungsanstrengungen haben gefruchtet", betonte Pölzl.

Zufrieden zeigte er sich auch mit dem Auslandsgeschäft. Die Post besitzt 19 operative Auslandsgesellschaften in 11 Ländern, die mittlerweile 800 Mio. Euro Umsatz machen. Sorgenkinder seien die trans-o-flex, die meiller direct und Rhenus, an Verkäufe sei aber nicht gedacht. Konkrete Pläne für Zukäufe gebe es auch nicht, man schaue sich aber immer um, so Plölzl.

Die Post, an der der Staat noch 52 Prozent hält, wird heuer eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie ausschütten. Dies entspricht dem Vorjahreswert und liegt minimal über der Dividende 2007 - allerdings wurde 2007 und 2008 zusätzlich eine Sonderdividende von 1,00 Euro je Aktie ausgegeben. Die Dividendenpolitik sei aber weiterhin "sehr attraktiv", betonte Pölzl. Der fünfköpfige Vorstand der Post AG erhielt 2009 eine Vorstandsvergütung von 3,4 Mio. Euro.

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Artikel nachrichten.at (cs) 16. März 2010 - 11:42 Uhr
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