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ÖBB: In 75 Minuten von Wien nach Linz

WIEN. Mit ihrem Zielnetz 2025 haben sich die ÖBB viel vorgenommen: Die Fahrzeiten sollen kürzer werden, die Fahrpläne verlässlicher. 700 Kilometer wollen die ÖBB allerdings an Bundesländer abgeben, die meisten Strecken davon in Oberösterreich.

Berater Hochegger verkaufte den ÖBB deren eigene Idee

Bild: OÖN

Viel war schon vom Zielnetz 2025 die Rede, gestern wurde das Streckennetz offiziell vorgestellt. „Damit liegt erstmals ein durchgängiges und umfassendes Gesamtkonzept für die Bahninfrastruktur vor“, sagte ÖBB-Infrastruktur-Vorstand Andreas Matthä.

400 Kilometer gelten darin als Neu- oder Ausbaustrecke. Das bedeute 30 Prozent oder 50 Millionen Zugkilometer mehr und entspreche dem erwarteten Verkehrswachstum auf der Schiene. Statt 7000 Zügen sollen dann 9000 fahren können.

Das soll sich positiv auf die Fahrgastentwicklung auswirken: Statt 240 Millionen Passagiere pro Jahr sollen 2025 300 Millionen Reisende die heimischen Schienen nutzen. Einen Teil des Zuwachses werden allerdings die Privatanbieter – wie die Westbahn – abschöpfen.

Alle Fahrgäste werden freilich von der moderneren Infrastruktur profitieren: Zwei Milliarden Euro investiert der Bund derzeit in den Ausbau von Streckennetz und Bahnhöfen, sagte Infrastrukturministerin Doris Bures.

Die Fahrzeiten verkürzen sich durch die Baumaßnahmen zum Teil beachtlich: Für Linz–Wien sind eine Stunde und 15 Minuten vorgesehen. Für die Strecke Linz–Steyr sind statt 41 Minuten nur noch 33 Minuten veranschlagt. Interessant ist, dass Linz–Graz im Zielnetz mit einer Direktverbindung in zwei Stunden 35 Minuten geplant ist. Die Direktverbindung wurde 2010 gestrichen, die Fahrzeit beträgt jetzt 3:25 Stunden.

Die größten Beschleunigungen bringen die großen, teuren Tunnelprojekte wie Semmering- und Koralmtunnel. Die Verbindung Graz–Klagenfurt kann 2025 in 50 Minuten bewältigt werden, derzeit brauchen die Züge zwei Stunden. ÖBB-Konzernchef Christian Kern stellte klar, dass die ÖBB nur dort fahren würden, wo es gegenüber dem Steuerzahler vertretbar sei.

Vier Nebenbahnen weg

Darum ist das Zielnetz nicht nur ein Ausbau- sondern auch ein Abgabeprogramm: Die OÖNachrichten haben im Frühling von den Plänen der ÖBB berichtet, vier Nebenbahnen in Oberösterreich an das Land abzugeben. Laut ÖBB sollen die Verhandlungen noch heuer abgeschlossen werden. Das Land gibt sich hingegen zurückhaltend.

Im Zielplan 2025 sind die Mühlkreis-, die Almtal-, die Hausruckbahn und die Aschacher Bahn nicht mehr enthalten. In drei weiteren Bundesländern sollen die Länder Strecken übernehmen.

 

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ÖBB

Westbahn

von Ameise (43068) · 20.09.2011 18:48 Uhr
Haselsteiner im Gnack-

motiviert...

(1)
von Strohmeyer (178) · 20.09.2011 20:02 Uhr
Haselsteiner...

...benützt die Infrastruktur der ÖBB und ist somit genau so schnell oder langsam. Die gute Infrastruktur schafft die ÖBB und kann sich für die Schulden prügeln lassen. Den Rahm schöpft der Baumeister, ein schweizer Finanzkonsortium und die französische Staatsbahn ab.

(0)
von expertefueralles (11787) · 20.09.2011 22:05 Uhr
den Rahm

schöpft der Werner ab. Wie man hört.

in einer Größenordnung von annähern 100 Mio guten alten ATS.

(0)

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Artikel 20. September 2011 - 00:04 Uhr
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