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OMV machte rumänische Petrom profitabel

Zehn Jahre nach der Übernahme liefert die einst defizitäre Tochter 50 Prozent des OMV-Gewinns.

OMV machte rumänische Petrom profitabel

20.000 Mitarbeiter beschäftigt die rumänische OMV-Tochter Petrom. Bild: OMV Solutions GmbH

Eigentlich wollte OMV-Chef Gerhard Roiss gestern, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in Bukarest die Erfolgsbilanz zehn Jahre nach der Übernahme von Petrom vorstellen. Doch Russlands Präsident Wladimir Putin machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Seine Ankündigung, South Stream platzen zu lassen (siehe Bericht oben), rückte die rumänische OMV-Tochter in den Schatten.

Dabei kann sich die Entwicklung der Petrom sehen lassen. Als die OMV 2004 das Staatsunternehmen übernommen hat, beschäftigte es 50.000 Mitarbeiter und steckte tief in den roten Zahlen. Die OMV selbst hatte damals 6500 Leute.

Eine Reihe von Übernahmeprojekten war bereits gescheitert, und in der OMV war man verzweifelt, "ob wir je eine europäische Größe schaffen", sagte Roiss. Mit dem Einstieg in das Pionierland der Öl- und Gasförderung ging Österreichs Mineralölkonzern ein großes Wagnis ein. "Es waren viele an Petrom interessiert, auch US-Konzerne. Aber keiner wollte die Raffinerien mit einkaufen", erzählte Roiss gestern. Heute kommt die Hälfte des OMV-Jahresergebnisses von zuletzt 2,6 Milliarden Euro von der rumänischen Tochter.

Dazwischen liegen Jahre der harten Restrukturierung. "Es wurde nichts konsolidiert, es gab keine vernetzten Computer, das Modell war nicht marktorientiert", sagte Roiss. 30.000 Mitarbeiter wurden abgebaut, "ohne eine Stunde Streik". An den Tankstellen wurde ab Tag eins auf Marktpreise umgestellt. Eine der beiden Raffinerien wurde geschlossen, die andere um 1,1 Milliarden Euro modernisiert.

Gassuche im Schwarzen Meer

Heute ist Petrom ein wesentlicher Pfeiler in der OMV-Zukunftsstrategie, vor allem wegen der Suche nach Öl- und Gasvorkommen im Schwarzen Meer. Mehr als eine Milliarde Euro investiert die OMV gemeinsam mit Partner Exxon allein in die Exploration. Ob dort Gasfunde von europäischer Dimension schlummern, wird sich in zwei bis drei Jahren zeigen. Dann wird es Pipelines brauchen, um sie ins nördlichere Europa zu transportieren.

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Artikel Susanne Dickstein aus Bukarest 03. Dezember 2014 - 00:04 Uhr
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