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OMV 2016: Weniger investiert, vieles verkauft

WIEN. Der Mineralölkonzern konnte seinen Verlust im Vorjahr deutlich reduzieren – Dividende steigt auf 1,20 Euro je Aktie.

   Bild: (Reuters)

Zum Start des Geschäftsjahres 2016 lag der Ölpreis auf einem Acht-Jahres-Tief. Bis Jahresende hat er sich zwar einigermaßen erholt, für Österreichs Mineralölkonzern OMV war 2016 dennoch ein anspruchsvolles Jahr. Mit massiven Kürzungen bei Investitionen und Kosten und einem gleichzeitigen Verkauf zahlreicher Beteiligungen konnte der Vorstand das Unternehmen auf Kurs bringen.

Während der Umsatz – bedingt durch den Ölpreis – um 15 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro zurückging, konnte der Verlust deutlich verringert werden. Anstatt eines Minus von zwei Milliarden Euro (2015) blieb 2016 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von "nur" minus 271 Millionen Euro. Positive Ergebnisbeiträge lieferten das Raffinerien- und Tankstellengeschäft sowie die Tochterfirmen Petrom (Rumänien) und Borealis. Gleichzeitig mussten Wertberichtigungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro verdaut werden.

2016 sei für die OMV ein Jahr der Transformation gewesen, man habe sich wieder Luft zum Atmen verschafft, sagte OMV-Generaldirektor Rainer Seele bei der gestrigen Bilanz-Pressekonferenz in Wien. Gemeint sind damit auch die zahlreichen Beteiligungsverkäufe. Die OMV trennte sich unter anderem von 49 Prozent der Anteile an der Gas Connect Austria. Zudem wurden die britische Produktionstochter OMV UK und die Anteile am Öl- und Gasprojekt Rosebank verkauft. In Summe lukrierte die OMV im vergangenen Jahr 1,7 Milliarden Euro an Verkaufserlösen. Gleichzeitig schraubte der Konzern 2016 seine Investitionen von 2,8 Milliarden Euro (2015) auf 1,9 Milliarden Euro herunter. Die Produktionskosten wurden um weitere zwölf Prozent gedrückt.

Keine Dividende auf Pump

Alle diese Maßnahmen führten dazu, dass der nach Auszahlungen der Dividenden verbleibende Cash-flow heuer erstmals seit Jahren wieder positiv sei, wie OMV-Chef Seele betonte. Der Vorstand wird der Hauptversammlung daher eine Erhöhung der Dividende von zuletzt einem Euro je Aktie auf 1,20 Euro vorschlagen.

Die im Vorjahr eingeschlagene Gangart wird auch 2017 fortgesetzt. Das Kostensenkungsprogramm soll von 200 auf 250 Millionen Euro ausgeweitet werden. Die Investitionen sollen erneut bei zwei Milliarden Euro zu liegen kommen. Der Verkauf der türkischen Tankstellentochter Petrol Ofisi steht kurz bevor. "Wir haben verbindliche Angebote erhalten und wollen den Verkauf heuer abschließen", so Seele. 



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Artikel (sd) 17. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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