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Metaller-KV: "Vier Prozent sind völlig absurd"

WIEN. Heute, Donnerstag, gehen die Kollektivvertragsverhandlungen bei den Metallern in die sechste Runde. Um 14 Uhr treffen sich die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite zu Gesprächen. Bereits zuvor hat IV-Präsident Georg Kapsch die Forderung der Gewerkschaft kritisiert. 

Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung Bild: Sepa

Wie berichtet, will die Gewerkschaft eine Lohn- und Gehaltserhöhung von vier Prozent erreichen. Diese Forderung hält Kapsch für „völlig absurd“ und „von vorn herein unrealistisch“. 

Die derzeitige Situation bezeichnete Kapsch im Klub der Wirtschaftspublizisten als "aufgeheizt". Er outete sich als Freund von höheren Einmalzahlungen anstatt von generellen Lohn- und Gehaltserhöhungen, deren mittelfristige Auswirkungen nicht abschätzbar seien. Er bekräftigte auch einmal mehr, gegen die Pflichtmitgliedschaft bei Sozialpartnern wie der Wirtschaftskammer zu sein. Die Sozialpartnerschaft sei zudem nicht grundsätzlich mit den Kollektivverträgen bzw. den zugehörigen Verhandlungen gleichzusetzen. 

Gewerkschaft will "Nägel mit Köpfen machen"

"Wir haben den festen Willen heute Nägel mit Köpfen zu machen", so Pro-Ge-Verhandlungsführer Rainer Wimmer vor Verhandlungsbeginn. Und sein Co-Verhandler von der GPA, Karl Dürtscher, ergänzte: "Wir sind letztes Mal am Geld gescheitert. Wir hoffen, dass wir heute mehr Bewegung auf Arbeitgeberseite vorfinden."

Christian Knill, Obmann des Fachverbandes der Metalltechnischen Industrie, sah heute vor Gesprächsbeginn die Chancen für einen Abschluss optimistisch: "Wir waren am Dienstag (5. Verhandlungsrunde, Anm.) schon sehr weit und es lagen nur mehr wenige Zehntel-Prozent dazwischen." Zum Letztangebot der Arbeitgeber hielt er fest: "2,5 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung war sehr fair und angepasst für die Herausforderungen unserer Betriebe. Das Angebot deckte damit die Inflation von 1,88 Prozent ab und hatte einen Aufschlag von rund 0,6 Prozent, das heißt, es wäre ein echter Reallohngewinn für die Beschäftigten in unserer Industrie."

Mehr dazu im Video:

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Artikel nachrichten.at/apa 09. November 2017 - 12:52 Uhr
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