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Lufthansa Technik könnte 2.000 Jobs in Deutschland streichen

FRANKFURT / ESSEN. Die AUA-Mutter Lufthansa könnte bei ihrer Technik-Tochter am Standort Hamburg mehr als 2.000 Stellen streichen.

Doch kein Streik bei der Lufthansa

Bild: Reuters

Es gehe um 400 Arbeitsplätze im Bereich Überholung und 1.700 in der Instandsetzung von Triebwerken, berichtete "Der Spiegel" am Freitag.

Die auf Wartung und technische Betreuung von Flugzeugen spezialisierte Tochter der Deutschen Lufthansa beschäftigt laut eigener Internetseite an ihrem Firmensitz in Hamburg rund 7.500 Mitarbeiter. Um den Stellenabbau zu verhindern, sollen Betriebsrat und Gewerkschaften laut "Spiegel" bis Ende März Sparmaßnahmen zustimmen - darunter Lohnkürzungen. 600 Arbeitsplätze in der Triebwerkswartung wolle Lufthansa-Chef Carsten Spohr demnach aber auf jeden Fall streichen.

Dem Bericht zufolge könnte die Triebwerkswartung ins polnische Kattowitz umziehen. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte laut "Spiegel" die Umstrukturierungspläne. Sie seien notwendig, um "im internationalen Wettbewerb zu bestehen".

Lufthansa Technik umfasst laut eigener Website weltweit rund 30 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mit mehr als 20.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen meldete unlängst ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015: Der Umsatz stieg demnach um 17,6 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebit) erhöhte sich um ein Fünftel auf 454 Millionen Euro.

Energieriese RWE will 2.000 Arbeitsplätze streichen

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE, der maßgeblich an der Kärntner Kelag beteiligt ist, plant weitere Stellenstreichungen. "Unsere bisherigen mittelfristigen Planungen sehen bis Ende 2018 einen Abbau um etwa 2.000 Arbeitsplätze vor, unter anderem auch durch natürliche Fluktuation", sagte RWE-Personalvorstand Uwe Tigges der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag).

In den vergangenen drei Jahren hat RWE bereits rund 10.000 Arbeitsplätze eingebüßt. "Bisher ist es uns gelungen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Und wir tun alles dafür, dass es auch weiterhin so bleibt", sagte Tigges. Der Essener Energiekonzern hat insgesamt etwa 60.000 Beschäftigte.

RWE treibt zurzeit die eigene Aufspaltung voran. Dabei gliedert der Konzern das Zukunftsgeschäft mit Ökostrom, Netzen und Vertrieb in eine neue Tochter aus, die bis Ende des Jahres an die Börse gehen soll. Etwa 40 000 Beschäftigte sollen nach Angaben von Tigges zu dieser "NewCo" übergehen.

Ein Großteil der Betroffenen wechsele schon zum 1. April in die neue Gesellschaft. "Bei rund 5.000 Mitarbeitern stellt sich noch die Frage nach der künftigen Zugehörigkeit", sagte Tigges. "Spätestens bis zum Herbst wollen wir für alle Beschäftigten Klarheit schaffen."

Tigges verteidigte auch die geplante Nullrunde für die RWE-Stammaktionäre. "Wir sparen nicht nur bei den Aktionären, auch die Mitarbeiter spüren längst die Auswirkungen der schwierigen Lage", sagte er. In diesem Jahr gebe es nichts zu verteilen.

 

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Artikel nachrichten.at/apa 25. März 2016 - 18:34 Uhr
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