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Linz Textil schließt Garnproduktion in Linz

WIEN/LINZ. Nun ist es endgültig fix: Die Linz Textil beendete ihre Garnproduktion in Linz. Rund 30 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

13 Kommentare nachrichten.at/apa 10. November 2017 - 06:48 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
von petrolandy (3) · 13.11.2017 08:41 Uhr

Die 30 Mitarbeiter tun mir wirklich leid.
Aber glaubt mir, da hilft euch kein Politiker am Arbeitsmarkt so wie ich das bei der Werksschließung von Nestle Linz erleben durfte.
Da lachen sie nur aus allen Zeitungen und versprechen Wunder, bis heute hat sich kener zu Wort gemeldet.

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von jago (35857) · 10.11.2017 21:04 Uhr

Meine (jago) Vermutung ist, dass der Maschinenpark am Ende ist und eine Erneuerung mitsamt Infrastruktur mehr kosten würde als der Verkauf damit herbringt.

Die Manager / Vorstände wissen schon selber, ohne Zuruf von außen, was sie tun müssen.

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von Fortunatus (2826) · 10.11.2017 21:23 Uhr

jago,
nein sicher nicht. LinzTextil hat immer den modernsten Maschinenpark.
In Industriebetrieben der Fertigung, da wird der Maschinenpark nicht gekauft oder geleast. Da ist der Erzeuger der Maschinen mit ein Teil der Produktion. Dieser ist natürlich interessiert, dass sein Teil auch das Maximum für den Maschinenerzeuger herausholt. Die Maschinen werden mit einem fest kalkuliert und verhandelten Anteil des verkauften Produktes an den Erzeuger bezahlt.

Ja, die Betriebswirtschaft hat sich sehr geändert. Die alten Betriebswirtschaftsmodelle aus dem Lehrbuch der Betriebswirtschaft von Erich Gutenberg haben sich völlig geändert, obwohl dem immer noch eine sehr interessante Denkweise zu entnehmen ist.

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von rotkraut (3007) · 10.11.2017 10:23 Uhr

"Es zählt halt nur mehr Umsatz und daraus resultierende Gewinn"
Na ja, das eine schliest das andere nicht aus, aber eine eherne Folge ist das halt auch nicht.

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von jago (35857) · 10.11.2017 20:44 Uhr

Ich hätte mir manchmal auch für Zulieferer, die plötzlich nicht mehr gebraucht werden, einen Sozialplan gewünscht. Wenigstens für deren Mitarbeiter.

Aber sowas fällt nicht in den Horizont der Menschenrechtsaktivisten grinsen

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von observer (11956) · 10.11.2017 09:54 Uhr

30 Mitarbeiter verlieren ihren Job - die tun mir leid. Das Rohmaterial für die Garne wird die Firma anderswo auch nicht billiger kriegen, es geht also hauptsächlich um Lohnkosten. Es wäre hoch an der Zeit; zumindest im unteren Lohnbereich - die Linz Textil wird da ja wohl keine Spitzenlöhne zahlen - die EU weit anzugleichen und zwar nicht nach unten sondern nach oben. Das würde solche Verlagerungen ´weitgehend unattraktiv machen
Und die Gewerkschaften in den Staaten, die im Drchschnitt höhere Löhne zahlen sollten endlich begreifen, dass sie die Gewerkschaften in den anderen EU Ländern für solche Bestrebungen auch gewinnen müssen oder Rücksicht auf die Konkurrenz in anderen EU Ländern nehmen müssen, weil sonst Arbeitsplätze verloren gehen. Zwar nicht ihre , weil die BetriebsrätInnen ja da eine sehr bevorzugte Stellung haben, aber derer, deren Interessen sie zu vertreten haben. Der L9nz Textil wünsche ich an ihrem neuen Standort eine schlechtere Produktiviät als bisher, zur Lehre.

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von Fortunatus (2826) · 10.11.2017 10:45 Uhr

observer,
mit schlechten Wünschen erreichst du auch für Linz nichts positives, also wäre es besser, dieses zu lassen.
Das kroatische Tochterunternehmen Predionica Klanjec ist schon sehr viele Jahre im Konzern der LinzTextil und ist wie Linz, mit den modernsten Maschinen ausgestattet. Aber nicht alle Betriebe in Kroatien sind so gut, daher wird dein Wunsch nach einer Angleichung der Löhne nicht funktionieren, da dann deren anderen Betriebe in noch billigere Länder auslagern müssten oder schliessen.
Die Volkswirtschaft funktioniert nicht so, wie es sich mancher Gewerkschafter selber ausmalt.

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von observer (11956) · 10.11.2017 13:48 Uhr

Erzähl mir bloss nichts über Volkswirtschaft, ich war lange in einem internationalen Unternehmen tätig, das in einer anderen und grösseren Liga als die Linz Textil spielte und das nicht als Gewerkschafter, sondern als Manager. Ich weiss, wie die Volkswirtscaft und die Konkurrenz funktioniert. Ausserdem hätte die Linz Textil genügend Zeit gehabt, auch in Linz zu ninvestieren und diese 30 MitarbeiterInnen dann auf einem anderen Arbeitsplatz produktiv einzusetzen. Aber vielleicht war man in der Leitung auch zu sehr damit beschäftigt, Gebäude zu renovieren, damit sie wieder repräsentativ und schön für neue Eigentümer aussehen.

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von Fortunatus (2826) · 10.11.2017 19:12 Uhr

observer,
wir hatten eine Putzfrau, die war in einem international anerkannten Forschungsunternehmen tätig. Der brauchst auch nichts über Forschung und Entwicklung in den unterschiedlichen Fachrichtungen erzählen. Der Ton zeigt, welche Musik einer spielt!
zwinkern

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von Puccini (7012) · 10.11.2017 21:24 Uhr

Wie gut, dass es diese Mühl4tler Superhirn gibt.
Wir kennen diese Putzfrau leider nicht ... grinsen

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von Fortunatus (2826) · 10.11.2017 09:33 Uhr

Linz Textil hatte bei Lenzing immer einen besonderen Preisnachlass für den Viscosefasereinkauf gehabt. Dieser konnte LinzTextil nicht mehr gewährt werden, dadurch ist trotz maximaler rationalisierungsmassnahmen die Garnproduktion in Linz unrentabel und muss verlagert werden.

Wer ist daran schuld, wenn die Produktion in ein Land mit geringeren Lohn/Stückkosten verlagert wird?

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von mitreden (18630) · 10.11.2017 09:11 Uhr

Es zählt halt nur mehr Umsatz und daraus resultierende Gewinn, die Gier und falsche Unternehmenspolitik fordern ihre Opfer.
Leid tun mir nur die Mitarbeiter.

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von fai1 (1618) · 10.11.2017 11:05 Uhr

Selbstverständlich zählt der Gewinn.
Die Aktionäre wollen doch eine ordentliche Rendite. Daher gibt es auch keine soziale Beschäftigungspolitik mehr.

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