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KTM-Chef erstmals auf Forbes-Liste der reichsten Menschen

WASHINGTON/SEATTLE/REDMOND. Auf der Liste der Superreichen des US-Magazins "Forbes" befinden sich auch heuer acht Österreicher. Erstmals vertreten ist auch ein Oberösterreicher.

KTM-Chef Stefan Pierer Bild: KTM

An der Spitze hat sich nichts verändert. Reichster Österreicher ist einmal mehr Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz (Rang 37) mit einem geschätzten Vermögen von 23 Milliarden US-Dollar (18,53 Milliarden Euro). Erstmals auf der Liste vertreten ist KTM-Boss Stefan Pierer.

Der Chef des Motorradherstellers mit Sitz in Mattighofen besitzt laut "Forbes" 1,2 Milliarden Dollar und belegt damit Platz 1.867. "Das verdankt der Oberösterreicher vor allem der guten Performance der KTM-Aktie, die in den letzten zwölf Monaten fast 40 Prozent in die Höhe ging", heißt es von "Forbes". Aber auch der Wert des Getränkekonzerns Red Bull sei deutlich in die Höhe geschossen, was Mateschitz' Privatvermögen gegenüber 2017 um 10 Milliarden Dollar erhöhte.

Hinter Mateschitz folgen wie schon im vergangenen Jahr Novomatic-Gründer Johann Graf (Platz 186) mit einem geschätzten Vermögen von 8,1 Milliarden Dollar sowie die Kaufhauserbin Heidi Horten (Platz 679) mit 3,4 Milliarden Dollar.

Viertreichster Österreicher ist der Immobilienbesitzer Georg Stumpf. Das US-Magazin schätzt sein Vermögen auf 2,9 Milliarden Dollar, damit belegt er Rang 822. Andritz-Chef Wolfgang Leitner (Rang 1.215), dessen Besitz auf 2 Milliarden Dollar geschätzt wird, habe von einem Anstieg der Aktie sowie Dividendenzahlungen profitiert, so das Magazin. Auch L'Occitane-Besitzer Reinold Geiger (Platz 1.561) stockte sein Vermögen auf 1,5 Milliarden Dollar auf.

Einzig der Hongkonger Reeder Helmut Sohmen (Platz 1.756) verlor gegenüber 2017 ein wenig Geld, verfügt aber immer noch über ein Privatvermögen von 1,3 Milliarden Dollar.

Um derart viel Vermögen anzuhäufen, muss man offensichtlich ein hohes Alter erreichen. Fünf der acht reichsten Österreicher sind bereits über 70. Mit 45 Jahren ist Georg Stumpf der Jüngling in der Runde.

Nicht mehr auf der Liste findet sich der Papierindustrielle Thomas Prinzhorn. "Auch aus der Familie Wlaschek, in der nach dem Tod von Billa-Gründer Karl 2016 die Vermögensverhältnisse offensichtlich weiterhin nicht geklärt sind, findet sich kein Vertreter auf der Billionaires List", schreibt das Magazin.

Insgesamt sind 2.208 Milliardäre auf der diesjährigen Forbes-Liste. Diese haben zusammengerechnet ein Vermögen von 9,1 Billionen Dollar. Das durchschnittliche Vermögen beträgt 4,1 Milliarden Dollar, laut Forbes ein neuer Bestwert.

Der reichste Mensch der Welt ist nun Amazon-Gründer Jeff Bezos, der den langjährigen Spitzenreiter Bill Gates vom Thron gestoßen hat. Mit einem geschätzten Vermögen von 112 Milliarden Dollar hat Bezos die 100-Milliarden-Grenze geknackt. Microsoft-Gründer Gates rutschte mit 90 Milliarden Dollar auf Platz zwei ab.

2.208 Milliardäre 

Insgesamt gibt es laut "Forbes" inzwischen 2.208 Milliardäre in der Welt, was Rekord sei. Ihr Vermögen umfasst demnach insgesamt 9,1 Billionen Dollar, ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. Die USA sind demnach mit 585 Milliardären Spitzenreiter. An zweiter Stelle liegt China mit 373 Milliardären (wobei jene aus der Sonderverwaltungszone Hongkong nicht mitgezählt sind).

US-Präsident Donald Trump rutschte übrigens in der Liste erneut stark ab - um 222 Plätze auf Rang 766. Sein Vermögen schätzt "Forbes" nun auf 3,1 Milliarden Dollar, das sind 400 Mio. Dollar weniger als vor einem Jahr. Bereits in der "Forbes"-Liste von 2017 war Trump um 220 Plätze nach unten gerutscht.

 

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Artikel nachrichten.at/apa 07. März 2018 - 10:32 Uhr
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