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Jobabbau bei Siemens: Auch in Wien werden Stellen gestrichen

WIEN/MÜNCHEN. Vom Jobabbau in der Antriebssparte des deutschen Elektrokonzerns Siemens ist auch das Wiener SIMEA-Werk betroffen.

Siemens Bild: (dpa)

Das sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag. Wie viele Stellen in Österreich gestrichen werden, sei noch nicht bekannt.

Im SIMEA-Werk arbeiten knapp 600 Menschen, insgesamt beschäftigt der Konzern in Österreich 10.200 Personen in der Zentrale "Siemens City" und in sechs weiteren Werken.

Auch eine Größenordnung, wie viele Jobs in Wien wegfallen, nannte der Sprecher nicht. Man müsse dies erst im Hinblick auf die Marktgegebenheiten analysieren und mit dem Betriebsrat diskutieren. Andere österreichische Siemens-Standorte als das SIMEA-Werk seien jedenfalls nicht betroffen.

Siemens hat Probleme in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe. Am Mittwoch gab der Konzern bekannt, weltweit 2.500 Arbeitsplätze zu streichen, davon rund 2.000 in Deutschland und hier schwerpunktmäßig in Bayern.

Siemens-Jobabbau trifft bayerische Regionen

Der neue Stellenabbau bei Siemens ist für die betroffenen bayrischen Regionen ein herber Schlag. An Standorten wie Ruhstorf nahe Passau und Bad Neustadt/Saale gehört Siemens zu den größten Arbeitgebern. Genau dort sollen jeweils Hunderte Jobs wegfallen - ein "schmerzhafter Hieb", der auch eine "massive Deindustrialisierung des Standortes Deutschland" bedeute, so die IG Metall Bayern am Donnerstag.

Sie will gemeinsam mit Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn um den Erhalt möglichst vieler Jobs kämpfen. Siemens aber wehrt sich gegen die Vorwürfe der Arbeitnehmervertreter.

Hintergrund des Stellenabbaus sind Nachfrageschwäche und Überkapazitäten in der vom Ölpreisverfall getroffenen Sparte, die zurzeit deutlich hinter den Margenvorgaben von Konzernchef Joe Kaeser zurückbleibt. Einschnitte wie diese in teils strukturschwachen Regionen hatte es bei dem weit verzweigten Konzern mit deutschlandweit rund 300 Standorten immer wieder gegeben, zuletzt vor allem in der Stromerzeugungssparte, wo zahlreiche Jobs abgebaut werden.

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Artikel nachrichten.at/apa 10. März 2016 - 18:31 Uhr
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