Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 25. Mai 2017, 04:57 Uhr

Linz: 9°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 25. Mai 2017, 04:57 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Höhere Milchpreise kommen nur minimal bei Bauern an

WIEN/SATTLEDT/SALZBURG. Laut Landwirtschaftskammer geht von zehn Prozent Preissteigerung nur ein Prozent an den Milchbauern.

Preissturz bei Milchpreisen trifft auch die Bauern

Bild: OON

"Wo bleiben die anderen neun Cent", sagte der Milchwirtschaftsexperte der Landwirtschaftskammer, Helmut Eder. Der Bauernmilchpreis von derzeit rund 29 Cent netto sei weiterhin nicht kostendeckend.

Die Durchsetzungsmöglichkeiten der Milchbauerngenossenschaften bzw. Molkereien der Bauern gegenüber dem Handel seien gering, so Eder. "Es ist sehr schwierig, langfristig höhere Preise durchzusetzen." Der Fachmann hoffte, dass es mit dem zuletzt steigenden Bauernmilchpreis weiter aufwärtsgeht das hänge aber vor allem von der Entwicklung der Nachfrage ab und ob man neue Absatzmärkte erschließen könne.

Reaktionen von Hofer und Spar

Etwa von Hofer hieß es, dass man "als einer der größten Abnehmer von Produkten der österreichischen Landwirtschaft sehr viel Wert auf eine gute, intensive und vor allem faire Zusammenarbeit mit unseren heimischen Molkereien legt. Hofer bezahlt allen Molkereien - egal ob für Bio- oder konventionelle Milch - einen fairen Preis." Bei einer spürbaren Milchpreissteigerung - wie aktuell der Fall - müsse man die Preiserhöhung auf die Produkte im Verkauf weitergeben.

Seitens Spar wurde ganz ähnlich argumentiert. Von dort hieß es, dass die Molkereien die Milch und Milchprodukte nunmehr "zu einem deutlich höheren Einstandspreis" an den Handel verkaufen. "Das wiederum bedeutet, dass auch wir im Handel die Preise anheben müssen."

Wie berichtet steigt bzw. stieg der Preis praktisch im gesamten heimischen Lebensmittelhandel für einen Liter Frischmilch in der Preiseinstiegslage von 0,85 auf 0,95 Cent und für regionale Vollmilch von 0,95 Cent auf 1,05 Euro. Der Preis der Butter in der Preiseinstiegslage (Eigenmarken) hat sich von 1,45 Euro Anfang Oktober auf mittlerweile 1,75 Euro für die 250-Gramm-Packung eingependelt.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 03. November 2016 - 13:24 Uhr
Weitere Themen

Autobauer Aston Martin erstmals seit 2007 mit Jahresauftakt-Gewinn

LONDON. Der britische Luxusautobauer Aston Martin ist erstmals seit einem Jahrzehnt wieder mit schwarzen ...

Linde und Praxair haben sich grundsätzlich auf Fusion geeinigt

MÜNCHEN. Der deutsche Konzern Linde und sein US-Wettbewerber Praxair sind ihrer bei den Arbeitnehmern ...

Causa Telekom: Keine Anklage gegen Gorbach

WIEN. Gegen die Lobbyisten Hochegger und Maischberger werden hingegen neue Vorwürfe erhoben.

Bawag kauft Südwestbank

WIEN/STUTTGART. Die Bawag steht vor dem Kauf der Südwestbank mit Sitz in Stuttgart.

Aufsichtsräte mit Frauen: Von 30 Prozent weit entfernt

Kontrollorgane: Oberösterreichs Großbetriebe würden derzeit die Regierungsvorgabe nicht erfüllen.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!