Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 20. Jänner 2018, 18:10 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Samstag, 20. Jänner 2018, 18:10 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Gerichte streiten um Niki-Insolvenz: Neues Bieterverfahren nächste Woche

WIEN/BERLIN. Landesgericht Korneuburg holt das Konkursverfahren nach Österreich.

Gerichte streiten um Niki-Insolvenz: Neues Bieterverfahren nächste Woche

Das Insolvenzverfahren von Niki soll jetzt plötzlich ganz in Österreich abgewickelt werden. Bild: APA/AFP

Das Landesgericht Korneuburg hat das Insolvenzverfahren der Air-Berlin-Tochter Niki nach Österreich geholt. Damit könnte auch das Bieterverfahren neu aufgerollt werden.

Bei dem gestern, Freitag, eröffneten Konkursverfahren handle es sich um ein Hauptverfahren im Sinne der EU-Insolvenzordnung, heißt es im Konkursedikt, das den Gläubigerschützern KSV, AKV und Creditreform übermittelt wurde. Das Bieterverfahren wird im Eiltempo wiederholt.

Damit haben neben dem bisher geplanten Käufer IAG/Vueling auch Tuifly, der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) und Gründer Niki Lauda wieder eine neue Chance für ein Angebot. "Die Angebotsfrist läuft bis 19. 1. 2018. Zur Angebotslegung sind ausschließlich die von der Insolvenzverwaltung eingeladenen Rechtsträger (das sind die letzten Bieter des früheren vorläufigen Insolvenzverfahrens) legitimiert", so Richter Richard Tschugguel im Konkursedikt. Die entscheidende Gläubigerausschusssitzung soll am 22. Jänner stattfinden.

Der deutsche Insolvenzverwalter Lucas Flöther ist mit dem zweiten Hauptverfahren in Österreich nicht einverstanden. "Die Eröffnung widerspricht der Europäischen Insolvenzordnung. Die Niki Luftfahrt GmbH wird nun die zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte prüfen." Priorität habe allerdings der Verkauf an Vueling.

Die österreichische Masseverwalterin, die Wiener Rechtsanwältin Ulla Reisch, wiederum kündigte in einer Aussendung an, umgehend mit Flöther Kontakt aufzunehmen, um ein koordiniertes Vorgehen zu finden. "Das Insolvenzgericht hat eine rasche Verwertung vorgesehen." Es werde zu prüfen sein, ob und inwieweit an einem seitens des deutschen vorläufigen Insolvenzverwalters abgeschlossenen Unternehmens-Kaufvertrag festgehalten werden könne oder ob andere Verwertungsalternativen bestünden.

Eine IAG-Sprecherin sagte, man werde die Lage nach dem Gerichtsentscheid in Österreich weiter beobachten.

Nach Unternehmensangaben betragen die Verbindlichkeiten gegenüber den rund 200 Gläubigern 153 Millionen Euro, davon 48 Millionen Euro gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem ebenfalls insolventen Mutterkonzern Air Berlin. Laut Creditreform beträgt die bilanzielle Überschuldung 29,29 Millionen Euro.

Kommentare anzeigen »
Artikel 13. Januar 2018 - 00:04 Uhr
Mehr Wirtschaft

Vom Podest ins Unternehmertum: Wie Spitzensportler Karriere machen

LINZ. Philipp Lahm kauft Schneekoppe. Er ist einer von vielen Sportstars, die Firmenchef wurden.

"Ich mache Sachen gerne schön"

Rosa Cech: Wie aus einer alleinerziehenden Hausfrau mit zwei Kindern die Chefin von Figurella wurde und ...

Wann kommen die Casinos zur Ruhe?

Die tschechische Sazka-Gruppe ist jetzt größter Aktionär der Casinos Austria, zur angestrebten Mehrheit ...

Bühne frei für die Sieger des Börsespiels

LINZ. Bei der Abschlussgala erzählten die besten Teilnehmer über ihren Weg zum Erfolg und was dieser für ...

Die Frau, die 30.000 Menschen um ihr Geld brachte

MÜNCHEN. Von 1865 bis 1872 prellte die Schauspielerin Adele Spitzeder in München Anleger um 38 Millionen ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!