Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 20. Juni 2018, 13:10 Uhr

Linz: 26°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 20. Juni 2018, 13:10 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Gammelfleischskandal in Brasilien

BRASILIA Brasiliens Regierung ist wegen zunehmender Bedenken bei den Importländern im Gammelfleisch-Skandal um Schadensbegrenzung bemüht.

Fleisch

Bild: colourbox

Von den 4.837 Produktionsstätten stünden nach den bisherigen Ermittlungen nur 21 unter Verdacht, in illegale Praktiken verwickelt zu sein. Von diesen hätten aber lediglich sechs in den vergangenen 60 Tagen Fleisch exportiert, teilte die Regierung mit.

Nach Angaben des Portals "Folha de S. Paulo" setzte Chile den Import aus, China, Südkorea und die EU kündigten verschärfte Kontrollen an. Brasilien ist der größte Fleischexporteur und liefert in knapp 160 Länder.

Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, soll vergammeltes Fleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlich gemacht und zurück in den Verkauf gebracht worden sein. Bei Razzien wurde mit Salmonellen belastetes Fleisch gefunden, teilweise wurden Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet. Rund 20 Verdächtigte wurden bisher festgenommen, gegen 33 Beschäftigte wird ermittelt. Die Regierung betonte, alle Produktionsstätten stünden ausländischen Inspektoren offen.

"Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Rindfleischimporte der EU von den aktuell aufgedeckten Straftaten in Brasilien betroffen sind oder waren", betonte der deutsche Verband der Fleischwirtschaft (VdF). Die Einfuhr von Schweinefleisch aus Brasilien sei in der EU ohnehin nicht zugelassen. Es würden nur ganze Teilstücke geliefert und keine Fleischmischungen oder mit Zutaten verarbeitete Erzeugnisse. Wegen der Transportdauer würden die Lieferungen direkt am Produktionsort vakuumverpackt. Zudem würden Fleischimporte einer veterinären Einfuhruntersuchung unterzogen.

Brasiliens Präsident Michel Temer berief mehrere Krisensitzungen ein und traf sich mit den Botschaftern aus wichtigen Empfängerländern. Um das Vertrauen in das brasilianische Fleisch wieder zu stärken, ging Temer anschließend mit den Vertretern der Botschaften in eine Churrascaria, wo gegrilltes Fleisch und Caipirinha serviert wurden.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 20. März 2017 - 19:17 Uhr
Mehr Wirtschaft

Stahlstreit mit den USA: EU-Gegenzölle ab Freitag

BRÜSSEL. Die Gegenzölle der Europäischen Union im Stahlstreit mit den USA treten am Freitag in Kraft.

Staatsanwälte zur Vernehmung bei Audi-Chef Stadler

INGOLSTADT. Nach zwei Tagen in Untersuchungshaft wird Audi-Chef Rupert Stadler am Mittwoch zum ersten Mal ...

Grassers Befragung geht heute weiter

WIEN. Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

Zehn Fragen zur Arbeitszeit und zehn nicht nur befriedigende Antworten

WIEN. Einige Formulierungen im Gesetzesentwurf lassen noch zu viel Spielraum.

Grasser: "Das ist ein Kriminalroman. Ich bin unschuldig."

WIEN. Buwog-Prozess: Grasser versucht, seine Rolle im Buwog-Prozess kleinzureden, redet über die 500.000 ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!