Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 25. November 2017, 01:08 Uhr

Linz: 3°C Ort wählen »
 
Samstag, 25. November 2017, 01:08 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Die Börsen stellen sich auf das Ende der Geldschwemme ein

FRANKFURT. Bei der Zinssitzung am Donnerstag könnte EZB-Chef Mario Draghi Hinweise auf einen Zeitplan für die Kurswende geben.

Die Börsen stellen sich auf das Ende der Geldschwemme ein

Was plant Mario Draghi? Bild: AFP

In den vergangenen Wochen haben sich die Signale gemehrt, dass die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dem Ende zugeht. Mit konkreten Beschlüssen rechnen Experten bei der dieswöchigen Zinssitzung am Donnerstag zwar nicht. Sie hoffen aber auf Hinweise für ein Zurückschrauben des Anleihenkaufprogramms.

"In seiner Sitzung am Donnerstag dürfte der EZB-Rat erstmals intensiv diskutieren, wie die Geldpolitik im kommenden Jahr fortgesetzt wird", sagt der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer. Zinserhöhungen stünden noch lange nicht auf der Agenda. Börsianer erwarten aber, dass die EZB im September den Einstieg in den Ausstieg aus ihren billionenschweren Anleihekäufen verkündet.

Blick nach Jackson Hole

Beim Jahrestreffen der Zentralbanker im US-amerikanischen Jackson Hole könnte Draghi im August das Feld bereiten. 2014 hatte er dort verkündet, die unerwünscht niedrige Inflation mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhöhen, und damit den Ankauf von Staatsanleihen eingeläutet.

In den USA rückt indes der Abbau der im Kampf gegen die Finanzkrise aufgeblähten Bilanz der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) näher. Fed-Chefin Janet Yellen deutete an, dass es behutsame Zinserhöhungen geben werde.

Die Börsianer spekulieren, dass die Zinsen auf lange Sicht nicht mehr das Niveau der Vergangenheit erreichen werden. Das beflügelt die Börsen, da niedrige Zinsen Aktien im Vergleich zu Anleihen attraktiver machen. Der deutsche Leitindex DAX legte auf Wochensicht zwei Prozent auf rund 12.630 Punkte zu, Zuwächse gab es auch an der Wall Street. Den Investoren gefalle, dass die US-Notenbank an ihrem Kurs festhalte, sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axitrader.

Japans Negativzinsen

Diese Woche berät auch die japanische Notenbank. Analysten rechnen, dass die Zinsen unverändert bleiben. Damit bliebe der Negativzins auf Einlagen von Finanzinstituten bei 0,1 Prozent. Insidern zufolge werden die Notenbanker aber die Wachstumsprognosen anheben und die Inflationserwartungen zurückschrauben.

Kommentare anzeigen »
Artikel 17. Juli 2017 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Die Ski-Erzeuger starten mit viel Zweckoptimismus in den Winter

RIED / LINZ. Industrie rechnet nach guten Bestellungen der Händler mit einem Absatzplus bei Alpinski.

"Ich kam mir nie so wichtig vor"

Maria Pfeiffer über den Handel im Wandel, PlusCity und die Firmenübergabe.

Türkei: Ein teuer erkauftes Wirtschaftswunder

Überraschend stark zeigt sich die türkische Wirtschaft, aber bei genauerem Hinsehen ist da mehr Schein als ...

Bio-Lebensmittel für neun Milliarden Menschen? Kein großes Problem

Bio-Landwirtschaft könnte die ganze Weltbevölkerung auch noch 2050 ernähren, wenn Nahrungsabfälle halbiert ...

Wimberger will bei regionalen Partnern einsteigen

LASBERG. Betriebe des Baunebengewerbes sollen unter das Dach der Firmengruppe und von deren Infrastruktur ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!