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Bierdurst der Amerikaner brachte Heineken Gewinnplus

AMSTERDAM. Der weltweit drittgrößte Bierbrauer, die Brau-Union-Mutter Heineken, hat 2015 dank starker Nachfrage aus Amerika einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt

Heineken-Chef Jean-François van Boxmeer

Heineken-Chef Jean-François van Boxmeer Bild: Reuters

Während der Umsatz auch dank des starken US-Dollar um 6,5 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro anzog, legte der Überschuss um ein Viertel auf 1,9 Milliarden Euro zu. Ohne Sondereffekte wie Abschreibungen auf Beteiligungen und den Verkauf der mexikanischen Verpackungstochter wäre der Gewinn um 16 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro gestiegen.

Für das abgelaufene Jahr sollen die Aktionäre eine um 18 Prozent auf 1,30 Euro erhöhte Dividende bekommen. Für 2016 erwartet Vorstandschef Jean-Francois van Boxmeer trotz eines Preiskampfs in der Branche eine weitere Steigerung von Umsatz und Gewinn, wie das niederländische Unternehmen heute, Mittwoch, ankündigte.

Im vierten Quartal setzte Heineken - in Österreich Konzernmutter der Brau Union (Gösser, Schwechater, Zipfer, Puntigamer, Reininghaus etc.) - zwar in Europa sowie der Region Asien, Naher Osten und Osteuropa weniger Bier ab als ein Jahr davor. Eine starke Nachfrage in Amerika und Zuwächse im Asien-Pazifik-Raum führten allerdings insgesamt zu einem Absatzplus von 1,5 Prozent, ohne den Zu- und Verkauf von Unternehmensteilen. Im Gesamtjahr 2015 verkaufte Heineken gut 188 Millionen Hektoliter (je 100 Liter) Gerstensaft, ein Zuwachs von 2,3 Prozent.

Carlsberg mit Verlust

Der weltweit viertgrößte Bierbrauer Carlsberg hatte ein schwieriges Vorjahr. Das dänische Unternehmen verkaufte mit 120 Millionen Hektolitern rund zwei Prozent weniger Bier von Marken wie Tuborg, Holsten Pilsener und Kronenbourg. Ohne Zukäufe hätte das Minus sogar vier Prozent betragen. Probleme hat Carlsberg vor allem wegen der wirtschaftlichen Probleme in Russland, wo der Konzern nach einem großen Zukauf Marktführer ist. Das Unternehmen schließt eine Reihe von Brauereien und streicht 2000 Jobs. Der Umsatz nahm dank gestiegener Preise dennoch um gut ein Prozent auf 65,4 Milliarden Dänische Kronen (8,8 Milliarden Euro) zu.

Unter dem Strich stand wegen milliardenschwerer Abschreibungen und den Kosten des Konzernumbaus ein Verlust von 2,9 Milliarden Kronen. Ein Jahr zuvor hatte Carlsberg noch 4,4 Milliarden Kronen verdient. Dennoch sollen die Aktionäre wie im Vorjahr eine Dividende von neun Kronen bekommen.

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Artikel nachrichten.at/apa 10. Februar 2016 - 08:49 Uhr
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