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Anwälte sollen "aggressive" Steuerkonstrukte melden

Brüssel. Die EU-Kommission will Anwälte, Banker und Wirtschaftsprüfer dazu verpflichten, "potenziell aggressive" Steuerdeals an die Finanzbehörden zu melden.

Berater müssen melden Bild: OÖN

Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Banker sollen dazu verpflichtet werden, sich am Kampf gegen Steuerflucht umfassen zu beteiligen, so die Pläne der EU-Kommission. Der Vorschlag sei eine Reaktion auf den Skandal um die sogenannten Panama-Papers, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.

Die EU-Kommission will laut „Süddeutscher“ mit ihrem Gesetzesvorschlag den „gegenwärtigen Mangel an Transparenz“ bekämpfen. Ziel sei es, dass die Finanzbehörden der Staaten Informationen über Steuervermeidungsstrategien bereits bekommen, bevor diese umgesetzt würden. Dafür müssten die mit den Vorhaben befassten Personen die Behörden frühzeitig über fragwürdige Steuerdeals in Kenntnis setzen.

Die Finanzbehörden der Mitgliedsstaaten wären wiederum angehalten, im Zuge des automatischen Informationsaustausches EU-weit Daten und Erkenntnisse teilen.

Kritik an dem Brüsseler Gesetzesvorhaben kommt von den betroffenen Berufen. Sowohl die anwältliche Schweigepflicht sei schwer mit diesem Vorhaben in Einklang zu bringen. Die Wirtschaftsprüfer verweisen darauf, dass Steueroptimierung nichts mit Steuerhinterziehung zu tun hat.

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Artikel 19. Juni 2017 - 12:50 Uhr
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