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Alcoa schließt größte Aluminiumhütte der USA

PITTSBURGH/RANSHOFEN. Amag kann mit Preisverfall für das Metall besser umgehen – Keine Gefahr für eigene Elektrolyse in Kanada

Alouette

Alouette Kanada Bild: AMAG (Reuters)

Der US-Metallkonzern Alcoa schließt angesichts wegbrechender Preise die größte Aluminium-Schmelzhütte der USA. Mit dem Preisverfall für Primäraluminium ist auch der heimische Hersteller Amag konfrontiert. Mit einem Fünftel sind die Ranshofener an der größten Elektrolyse in ganz Amerika, der Alouette in Quebec in Kanada, beteiligt.

Marktkenner sagen, dass angesichts des Preisverfalls für Primäraluminium zahlreiche Elektrolysen derzeit "unter Wasser stünden". Die Kombination aus niedrigem Marktpreis und der eigenen Kostenposition würden viele Aluschmelzer Verluste schreiben lassen. In die Alouette in Kanada, die den Vorteil hat, mit Strom aus Waserkraft versorgt zu werden, wurde und wird laufend investiert. "Wir arbeiten permanent an der Effizienzsteigerung", heißt es dazu aus Ranshofen.

Die Alouette hat eine Kapazität von 575.000 Tonnen. Die noch im ersten Quartal 2015 zu schließende Alcoa-Elektrolyse in Warrick in Indiana ist mit 269.000 Tonnen deutlich kleiner. In den USA gibt es dann noch fünf Schmelzöfen, nach acht zu Jahresbeginn 2015 und 23 im Jahr 2000. Künftig wird in den USA nur noch 720.000 Tonnen Aluminium pro Jahr produziert, der niedrigste Stand seit 1950.

Alcoa selbst betreibt dann nur noch einen Schmelzofen in den USA: das Werk Massena West mit einer Kapazität von 130.000 Tonnen. Dieses wurde übrigens nur durch Hilfen des Bundesstaats New York in Höhe von 70 Millionen Dollar vor der Schließung bewahrt.

Bei 55 Millionen Tonnen weltweiter jährlicher Alu-Produktion will man die aktuellen Schließungen – auch in China wurden Aluschmelzen gesperrt – bei der Amag nicht überbewerten. Die Ranshofener selbst verdienen an der Verarbeitung des Metalls. Der Rohstoffpreis ist ein Durchlaufposten.

Die Branche hat seit längerem mit dem Preisverfall zu kämpfen. So verbilligte sich das Metall an der Börse in London im abgelaufenen Jahr um knapp ein Fünftel. Derzeit liegt der Preis bei unter 1500 Dollar je Tonne. Das liegt unter anderem an der schwächeren Nachfrage aus China. (sib)

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Artikel 11. Januar 2016 - 05:27 Uhr
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