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Speed Dating: AMS verkuppelt Jugendliche mit Lehrlingsausbildnern

15 Minuten Zeit, um sich zu präsentieren und zu sagen, was man sich vom anderen erhofft.

Speed Dating: AMS verkuppelt Jugendliche mit Lehrlingsausbildnern

VÖCKLABRUCK. Mit einer ungewöhnlichen Aktion hilft das Arbeitsmarktservice Vöcklabruck beiden Seiten.

Von Edmund Brandner, 18. Februar 2016 - 02:15 Uhr

Wenn sich bei Speed Datings die große Liebe finden lässt, dann muss das auch für Arbeitsverhältnisse gelten. Deshalb brachte das Arbeitsmarktservice Vöcklabruck gestern fünf Lehrherren aus dem Bezirk und 15 Lehrstellensuchende in einem Raum zusammen – zwecks gegenseitigem Beschnuppern mit Aussicht auf eine dauerhafte Beziehung.

Die Sehnsucht – um im Bild zu bleiben – ist vor allem auf Seite der Wirtschaft enorm. Auf jeden Lehrstellensuchenden kommen im Bezirk Vöcklabruck neun offene Stellen. "Geburtenschwache Jahrgänge und der Trend zu höheren Schulen führen zu einem Facharbeitermangel", sagt Helmut Scherndl vom AMS Vöcklabruck, der das Speed Dating organisierte. Alleine im metallverarbeitenden Gewerbe stehen 141 offene Lehrstellen elf vorgemerkten Jugendlichen gegenüber.

"Ihr habt große Chancen"

Die Chance des Speed Datings nutzten gestern Firmen aus unterschiedlichsten Branchen: Vertreten waren die Modehandelskette Fussl, der Anlagenhersteller Gassner aus Frankenmarkt, die Kette Mein Friseur, das Regauer Café-Restaurant Himmelreich sowie der Frankenburger Baukonzern Schmid.

Die Firmenvertreter bemühten sich beim Speed Dating, das Interesse der Jugendlichen zu wecken. Drei Unternehmen brachten eigene Lehrlinge mit, die von ihren Erfahrungen berichteten. Johannes Schobesberger, beim Baukonzern Schmid für die Lehrlingsausbildung zuständig, sucht angehende Maurer, Zimmerer und Dachdecker. "Ich habe selbst als Lehrling angefangen", erzählte er den Jugendlichen. "Später wurde ich Vorarbeiter und kam in die Planungsabteilung. Wer eine Lehre absolviert, hat bei uns ausgezeichnete Karrierechancen."

Die 15 Mädchen und Burschen informierten sich und nutzten die Chance, sich (mehr oder weniger nervös) selbst zu präsentieren. Sie alle haben einen Pflichtschulabschluss, schafften den Sprung ins Berufsleben aber noch nicht. Ein Vorbereitungskurs macht sie dafür fit.

Viele von ihnen vereinbarten gestern Schnuppertage in den Betrieben. Erst danach entscheidet sich, ob etwas Festes daraus wird.

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