
Wegen ungewöhnlich vielen Knochenbrüchen war in der kroatischen Stadt Split der Gipsvorrat für zwei Jahren binnen fünf Tagen aufgebraucht. Bürgermeister Zeljko Kerum machte die hohe Mehrwertsteuer für die vielen Unfälle verantwortlich: Sie habe die Preise für Winterstiefel in solche Höhen getrieben, dass sich die Leute die Schuhe nicht mehr leisten können.
Serbien: Weniger Strafttaten, Strom rationiert
Wegen der extremen Winterkälte hat Serbien Stromsperren für große Unternehmen eingeführt. Firmen, die viel Strom verbrauchten und keine strategische Bedeutung hätten, müssten mit weniger Elektrizität auskommen, hieß es laut Regierungsbeschluss. Damit solle verhindert werden, dass die Stromversorgung des Landes zusammenbreche.
Die Behörden des Landes berichteten außerdem von 13 Menschen, die seit Beginn der Kälteperiode ums Leben gekommen sind.
Zudem hatte Staatspräsident Boris Tadic am Vortag vorgeschlagen, Bedürftigen die Stromrechnung für den Monat Februar zu erlassen. Auch die Gasvorräte des Landes gehen zu Neige. Es seien noch Vorräte für 20 Tage vorhanden.
Die ohnehin erheblich beeinträchtigte Donauschifffahrt wurde in Serbien auf der gesamten Flusslänge gestoppt. Serbiens Innenminister Ivica Dacic konnte der Kälte jedoch auch Positives abgewinnen. Wegen ihr sei die Zahl der Verbrechen im Land deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Straftaten sei um 40 Prozent gesunken, in den vergangenen Tagen sei nicht ein einziger Autodiebstahl registriert worden.
Bulgarien: Fährbetrieb eingestellt
In Bulgarien, wo es seit Tagen Verkehrsbehinderungen auf Straße, Schiene und auf der Donau gibt, wurde in Vidin der Fährbetrieb nach Rumänien eingestellt. Die Donaustadt war mit 28,6 Grad unter null am Donnerstag der kälteste Ort des Landes. Dutzende Kleinstädte und Dörfer in Bulgarien mussten ohne Strom auskommen - vielerorts waren die Leitungen beschädigt. Wegen stürmischer Winde wurde der Schwarzmeerhafen Varna geschlossen. An den Schulen gab es landesweit Kälteferien.
Italien: Hamsterkäufe vor Stürmen
Italien bereitete sich am Donnerstag auf eine weitere Kältewelle vor. Bereits für den Abend sagten die Meteorologen Eisstürme im Norden des Landes voraus. In Rom dürfte spätestens am Samstag Neuschnee fallen. Viele Einwohner reagierten mit Hamsterkäufen, das Rathaus ließ 4.000 Schneeschaufeln verteilen.
Mit eisigen Winden fegte bereits am Mittwoch ein Hurrikan über die südrussische Stadt Noworossijsk am Schwarzen Meer. Rund 40 Menschen wurden verletzt, als zahlreiche Häuser abgedeckt wurden. In der Region Krasnodar wurden mehrere Strommasten umgeknickt, insgesamt waren bei Temperaturen von minus 20 Grad mehr als 10.000 Menschen ohne Strom.
Weissrussland: Kinder sitzen mit Jacken in der Schule
Zu den besonders geprüften Ländern zählt Weißrussland. Die österreichische Caritas-Mitarbeiterin Sigried Spindlbeck berichtet aus Minsk: „Es herrscht extreme Kälte, für dieses Wochenende werden wieder bis minus 35 Grad erwartet.“ Jeden Tag würden rund 40 Menschen mit Erfrierungen in Krankenhäuser eingeliefert. Dörfer waren teilweise von der Außenwelt abgeschnitten. Unter der Kälte leiden vor allem Obdachlose, ältere alleinstehende Menschen und kinderreiche Familien. In Kindergärten und Schulen war teilweise nur ein Raum geheizt, die Kinder sitzen mit Jacken drin.
Armenküchen nicht erreicht
„Die obdachlosen Menschen schaffen es zum Teil gar nicht in die Armenküchen der Caritas, weil sie keine Schuhe haben und deshalb nicht kommen können“, zeigte sich Spindlbeck erschüttert. Mitarbeiter der weißrussischen Caritas machten sich daher auf die Suche nach Obdachlosen und versorgten sie mit Kleidung und warmen Decken. Darüber hinaus brachten Freiwillige Lebensmittel und Brennholz zu alten Menschen in die Dörfer.
Frankreich: "Stromhilfe" aus Deutschland
Da Frankreich Energie zum Heizen braucht, wird Strom aus dem Ausland, unter anderem Deutschland, angefordert. Aber auch in Deutschland bleibt die Situation angespannt: In Baden-Württemberg wurde ein Reservekraftwerk ans Netz genommen, außerdem wurde die Leistung zweier Kraftwerke aus Österreich angefordert, erklärte das Landes-Umweltministerium in Stuttgart.
Niederlande: Dickes Eis für Schlittschuh-Marathon
Vielen Niederländern ist es noch nicht frostig genug: Schlittschuhlauf-Fans im ganzen Land hoffen auf eine Neuauflage der traditionsreichen "Elf-Städte-Tour", ein Eislaufrennen über die zugefrorenen Kanäle der Provinz Friesland. Seit 1997 warten Eissportler auf die Neuauflage der "Elfstedentocht". Damals nahmen etwa 20.000 Menschen teil. Seit dem ersten Rennen 1909 wurde die Tour erst 15 Mal ausgetragen. Das Rennen wird aber nicht an diesem Wochenende stattfinden. Um die vielen tausend Läufer und Zuschauer der 200 Kilometer langen Tour tragen zu können, muss die Eisdecke aber mindestens 15 Zentimeter dick sein.
Türkei: Kaltfront bringt Sturm und Überschwemmung
Eine neue Kaltfront hat unterdessen Sturm, Schnee und Überschwemmungen in die Türkei gebracht. Wegen des schlechten Wetters wurden am Istanbuler Atatürk-Flughafen laut Turkish Airlines bis Dienstagmittag rund 60 Flüge gestrichen, auch Fährverbindungen von Istanbul über das Marmarameer wurden eingestellt.
Ungarn: Heizen mit alten Scheinen
Die ungarische Zentralbank hat für die jährlich aus dem Verkehr gezogenen alten Banknoten eine besondere Verwendung: Hilfsorganisationen erhalten die alten Forint-Scheine zum Heizen. Besonders bei der derzeitigen Kältewelle ist die seit Jahren praktizierte Beihilfe willkommen. Das Zentrum für autistische Kinder in der nordostungarischen Stadt Miskolc spart auf diese Weise zwischen 50.000 und 60.000 Forint (etwa 180 und 200 Euro) monatlich.
Scheine werden zu Briketts verwandelt
Anfangs wurden die alten Scheine einfach verfeuert, inzwischen verfügt die Bank in ihrem Logistikzentrum sogar über eigene Maschinen, um die Scheine nach dem Schreddern zu Briketts zu pressen. Deren Brennwert sei dem von Braunkohle vergleichbar, sagte Logistik-Chef Barnabas Ferenczi.
Mitarbeiter tragen Arbeitskleidung ohne Taschen
Pro Jahr zieht die ungarische Zentralbank rund ein Viertel aller Forint-Scheine aus dem Verkehr, weil sie zu alt oder beschädigt sind, und ersetzt sie durch neue Noten. Statt die alten Scheine zu entsorgen, gehen nun jährlich rund 200 Milliarden Forint (800 Millionen Euro) für einen guten Zweck in Flammen auf - oder umgerechnet rund 40 bis 50 Tonnen Briketts. Verarbeitet werden die Scheine unter strikten Sicherheitsvorkehrungen: Unter anderem tragen die Mitarbeiter taschenlose Kleidung.
Algerien: 44 Menschen starben
Selbst Nordafrika wird von der Kältewelle zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Allein in Algerien starben binnen einer Woche 44 Menschen bei Unfällen oder weil sie mit behelfsmäßigen Methoden zu Hause für Wärme sorgen wollten und erstickten.
In Österreich soll es laut aktueller Wetterprognose Anfang nächster Woche weniger kalt werden.
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da wir uns ja laut den rot-grünen linken diktaoren in einer klimaerwärmungsphase befinden, möchte ich ja gar nicht wissen wieviele menschen vor 40 jahren erfroren sind? das müßen ja hunderttausende gewesen sein, noch dazu in einer zeit wo es in fast allen haushalten noch nicht mal zentralheitzungen gab.
...Erderwärmung.
Ein Kälterekord nach dem anderen.
Da wird bald so mancher Klimaforscher u. grün(d)liche Brofessa seine auf Hofer-PC gespeicherten bunten Powerpointkurverl etwas anders krümmen müssen.
Oder es muss überhaupt einen anderen Klima- Volksverdummungsschmäh neu erfunden werden, wenn das mit der Kälte so weiter geht.
… ginge es hier ums nackte Überleben.
Aber 470 – vermeidbare – Tote in Europa nehmen wir wie eine „Kennzahl des Winters“ regungslos zur Kenntnis.
Sind WIR da eigentlich noch besser als die Rechts-Grotesken?(*)
(*) Ja, doch! Im Herzen und im Hirn! 
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