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Europa in der Kältestarre: Und das Frieren geht weiter

Temperaturen bis zu minus 39,4 Grad und erneut Dutzende Tote. Die Auswirkungen der sibirischen Kälte in Europa waren auch gestern enorm. Insgesamt gab es bereits mehr als 430 Kältetote.

Noch am Sonntagabend hat Serbien nach starken Schneefällen im ganzen Land die „Ausnahmesituation” ausgerufen. 70.000 Menschen sind durch die Schneemassen von der Umwelt abgeschnitten. Alle Grund- und Mittelschulen sowie Kindergärten sollen diese Woche geschlossen bleiben. Ähnlich betroffen war auch Bosnien.

In Rumänien und Bulgarien kam nach dem Schnee der Regen und brachte tückisches Glatteis. Zehntausende blieben ohne Strom.

In Italien starben mittlerweile 21 Menschen, zwei davon, als Dächer unter der Last des Schnees zusammenbrachen. Bis zu 120.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom. Tausende blieben in Zügen oder Autos stecken.

Nach einem Rekordverbrauch von 440 Millionen Kubikmeter Gas an einem Tag befürchtet der italienische Energieriese Eni bei anhaltender sibirischer Kälte Engpässe vom Donnerstag an. Man arbeite an einem Notstandsplan, sagte Eni-Chef Paolo Scaroni der Turiner Zeitung „La Stampa”.

Die tschechische Gemeinde Kvilda an der Grenze zu Bayern hielt gestern den Kälterekord. Dort zeigte das Thermometer minus 39,4 Grad. Die Feuerwehr warnte unterdessen eindringlich davor, Metallgegenstände zu berühren. Bereits drei tschechische Jugendliche froren seit dem Kälteeinbruch vor einer Woche mit ihrer Zunge an Laternenpfosten fest. Sie wollten den Frost lecken.

In Südfrankreich laufen Elektroheizungen wegen der Kälte seit Tagen auf Hochtouren – wegen des hohen Energieverbrauchs könnte es schon heute zu Stromausfällen kommen! Der Netzbetreiber RTE gab gestern für die südfranzösischen Departements Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe aus.

Alles andere als urlaubsmäßig warm ist es auch auf der spanischen Ferieninsel Mallorca. Wie die Lokalpresse am Montag berichtete, wurden in Palma de Mallorca am Vortag minus 5,7 Grad gemessen. Eine solche Kälte hatte es zuletzt 1972 gegeben. Die Höchsttemperatur stieg in der Inselhauptstadt nicht über 4,8 Grad, was ebenfalls den tiefsten Wert seit 40 Jahren bedeutete.

Hier der ausführliche Artikel zur Kälte in Europa vom Montag.

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1
Unsere hochtechnische "Zivilisation" · von 2good4U (2717) · 07.02.2012 07:36 Uhr

wird doch wohl nicht am Wetter scheitern?!

Eine Woche echter Winter und schon bricht Chaos aus.

(1)
Artikel 07. Februar 2012 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Europa in der Kältestarre Und das Frieren geht weiter

Eisig nur im Freien  Bild: EPA

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