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Südtirol kritisiert italienische Wiedereinstiegspläne

BOZEN. Die Pläne der italienischen Regierung für einen Wiedereinstieg in die Atomkraft sind am Dienstag in Südtirol auf Ablehnung gestoßen. »Während in anderen Ländern wegen Japan über einen Ausstieg nachgedacht wird, geht Italien den umgekehrten Weg«, kritisierte Südtirols Umweltlandesrat Michl Laimer.

Dies sei ein „rückwärts gewandeter und höchst gefährlicher Weg“.

Italien habe „beste Voraussetzungen“, erneuerbare Quellen wie Sonne, Wind und Geothermie zu nutzen. Die Südtiroler Landesregierung habe sich am Montag gegen die Nutzung der Kernkraft und für erneuerbare Energie ausgesprochen. Das Gefährdungspotenzial in Italien sei durchaus mit jenem in Japan zu vergleichen. Schließlich handle es sich auch hier um ein überaus erdbebengefährdetes Gebiet:
„Wir müssen nicht weit zurückschauen, um auf verheerende Erdbeben zu stoßen: in Friaul, in Kampanien oder zuletzt - und uns allen noch lebhaft in Erinnerung - in den Abruzzen“, sagte Laimer.

Indes riefen die Südtiroler Grünen zu einer Mahnwache gegen Atomkraft kommenden Freitag in Bozen auf. Damit wolle man der „berechtigten Forderung nach Abkehr von der Atompolitik in Italien“ Ausdruck verleihen, hieß es. Auch in Wien findet am Dienstagabend eine Mahnwache vor dem Parlament statt.
 

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Artikel 15. März 2011 - 16:29 Uhr
nachrichten.at/apa
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